Die Zwischenstation Dynamo Dresden soll Julian Pauli für eine langfristige Zukunft beim 1. FC Köln wappnen. Für Lukas Kwasniok ist die Leihe, die am Sonntag mit einem Blitz-Debüt gegen Schalke starten könnte, ein „smarter Move“.
Auf Julian Pauli wartet fraglos ein stimmungsvoller Auftakt an der Elbe. Der vom 1. FC Köln zu Dynamo Dresden gewechselte Innenverteidiger trifft mit seinem Leihclub am Sonntagnachmittag auf den FC Schalke 04 – und könnte im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion ein Blitz-Debüt feiern.
Erst am Samstag ist Pauli ins Dresdner Mannschaftstraining eingestiegen. Dynamo-Coach Thomas Stamm wollte auf der Spieltags-Pressekonferenz aber nichts ausschließen. Entscheidend werde sein: „Wie fühlt er sich? Wie kommt er rein? Dann werden wir im Austausch sein. Wir werden am Sonntag sehen, ist er ein Thema oder ist er kein Thema.“
Pauli soll Dynamo Dresden „Qualität geben“
Beim 2:1-Sieg in Bielefeld hatte das Innenverteidiger-Duo Lukas Boeder und Lars Bünning zuletzt durchaus überzeugen können. „Wir haben Vertrauen in die Jungs, die wir schon hatten“, so Stamm, der aber auch ergänzte: „Gleichzeitig haben wir jetzt einen, der uns Qualität geben kann. Das kann mit wenigen Trainingseinheiten passen.“ Womöglich sogar nach nur einer einzigen. Stamm werde „im Sinne der Mannschaft gut entscheiden“.
Sein Kölner Kollege Lukas Kwasniok wiederum sprach nach Paulis temporärem Abgang am Freitag von einer „Entscheidung im Sinne des Spielers und des Vereins“. Denn: „Wenn du jung bist, einen kometenhaften Aufstieg hinter dir hast, mit dem nicht zu rechnen war vor der letztjährigen Saison, dann aber so eine Durststrecke mitmachst, weil du verletzt bist, dann musst du erst mal wieder in den Rhythmus kommen.“
Wenn man sich die Konkurrenzsituation bei uns in der Innenverteidigung anschaut: Da wäre es nicht so sicher gewesen, dass er jedes Spiel macht.
Lukas Kwasniok
Beim FC war Pauli in der Zweitliga-Saison die Entdeckung der Hinrunde gewesen, hatte aber nahezu die komplette Rückrunde aufgrund der Folgen einer Gehirnerschütterung verpasst und nun auch in der Vorbereitung auf die Bundesliga zwischenzeitlich mit einer Sprunggelenksverletzung gefehlt.
„Wenn man sich die Konkurrenzsituation bei uns in der Innenverteidigung anschaut“, so Kwasniok weiter: „Da wäre es nicht so sicher gewesen, dass er jedes Spiel macht. Für die Entwicklung eines so jungen Spielers ist Spielzeit aber unabdingbar, deswegen war die Leihe der smarteste Move für beide Seiten.“
„Emotionale Kulisse“ für die nächsten Schritte
In Dresden soll sich Pauli die notwendige Spielpraxis erkämpfen – auch „kein Selbstläufer“, wie Kwasniok anmerkte. Dennoch zeigte sich der FC-Trainer überzeugt, dass der 20-Jährige bei Dynamo „vor einer emotionalen Kulisse die nächsten Steps in seiner Entwicklung“ machen werde, „um eines Tages hier vor 50.000 in der Bundesliga spielen zu können“.








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