FC muss bei „hoher Gefahrenlage“ erneut eine Serie brechen

Seit vier Spielen ist dem 1. FC Köln kein Tor mehr gegen Freiburg gelungen. (Foto: Bucco)
Seit vier Spielen ist dem 1. FC Köln kein Tor mehr gegen Freiburg gelungen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln empfängt am Sonntag zum Abschluss des 2. Spieltages in der Bundesliga den SC Freiburg. Die letzten Begegnungen sind dabei in unliebsamer Erinnerung der Kölner. Lukas Kwasniok warnt zudem vor einer Freiburger Waffe.

Die letzten vier Ergebnisse gegen den SC Freiburg waren für den 1. FC Köln alles andere als ein Leckerbissen. 0:2, 0:1, 0:2, 0:0 – so endeten die vergangenen Partien für die Geißböcke im Duell mit den Breisgauern. Gegen keinen anderen Bundesligisten ist der SC Freiburg noch länger ohne Gegentore als gegen den FC.

Ebenfalls nur wenig Mut machen dürfte dem FC die aktuelle Auswärtsbilanz der Freiburger: Der SC hat saisonübergreifend die letzten drei Auswärtsspiele allesamt gewonnen, ist seit sieben Spielen in der Fremde zudem ungeschlagen. Damit hat die Mannschaft bereits den Vereinsrekord eingestellt und könnte mit einem weiteren Sieg in Köln am Sonntag eine neue Bestmarke aufstellen. Immerhin: Schon gegen Mainz hatte der FC eine solche Serie beendet, nachdem die Rheinhessen zuvor 13 Heimspiele in Folge ungeschlagen gewesen waren.

Mainz-Sieg gibt Rückenwind

In ihrem ersten Heimspiel nach der Bundesliga-Rückkehr wollen die Kölner freilich erneut verhindern, dass der Gegner seine Serie weiter ausbauen kann. Dabei hilft es, dass der Auftakt am vergangenen Wochenende im Mainz geglückt ist. „Wir können so mit einer etwas breiteren Brust in das Spiel gehen als vielleicht vor dem ersten Spieltag“, erklärte Lukas Kwasniok.

Dabei erwartet der Trainer „logischerweise einen schweren Fight“, denn die Freiburger „zeichnet über Jahre hinweg eine unfassbar gute Arbeit aus“. Hinsichtlich ihrer Entwicklung könne man Mainz und Freiburg sogar miteinander vergleichen, wobei die Freiburger in den vergangenen Spielzeiten durchaus noch stabiler und erfolgreicher gewesen seien als die 05er.

Kwasniok: Freiburg nicht mehr der kleine Verein

Kwasniok machte dabei klar: „Freiburg ist schon lange nicht mehr der kleine Verein, über den nach wie vor ein bisschen gesprochen wird. Sie können zehn, 15 Millionen Euro nicht nur einmal in die Hand nehmen. Sie haben top gearbeitet, da kann man nur den Hut vor ziehen.“ Die Freiburger haben in diesem Sommer über 32 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben, Yuito Suzuki war dabei mit zehn Millionen Euro der Königstransfer. Allerdings hat der SC auch 21 Millionen Euro für Ritsu Doan eingenommen – „auch diesen Abgang werden sie kompensieren können“, ist sich Kwasniok sicher.

Für die Neuzugänge sei es dabei einfach, sich in eine intakte und eingespielte Mannschaft zu integrieren. „Sie zeichnen sich durch Aktivität und Intensität aus, haben aber auch eine hohe Gefahrenlage bei Standards“, erklärte der FC-Coach die Stärken des kommenden Gegners. Einwürfe, Freistöße, Eckbälle seien „ein Steckenpferd von ihnen.“

Niederlage gegen Augsburg unglücklich

Dass die Mannschaft von Trainer Julian Schuster dabei ihr erstes Saisonspiel mit 1:3 gegen den FC Augsburg verloren hatte, wollte Kwasniok im Vorfeld gar nicht so hoch bewerten. „Wenn du bei Google oder Wikipedia nach ‚unglücklichem Spielverlauf‘ suchst, müsste dieses Spiel kommen“, meinte der 44-Jährige. Vielmehr werde Freiburg mit den positiven Aspekten, die die Niederlage auch zutage getragen hatte, nach Köln reisen.

Seine Mannschaft, so Kwasniok, müsse derweil im Vergleich zum Mainz-Spiel „noch eine Schippe drauflegen. Dann können wir ihnen genauso Aufgaben mit auf den Weg geben.“ Abschließend gab der FC-Trainer noch allen Menschen, denen am Sonntagabend um 19.30 Uhr langweilig sein sollte, einen Rat mit auf den Weg: „Ich würde einschalten. Das wird ein interessantes Spiel.“





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