Die U19 des 1. FC Köln bleibt in der A-Junioren-Nachwuchsliga weiter ungeschlagen. Gegen das Schlusslicht SV Elversberg siegte die Ruthenbeck-Truppe souverän mit 4:1 (2:1). Für den Gesprächsstoff des Tages sorgte FC-Verteidiger Kotya-Fofana.
Etwas mehr als eine halbe Stunde war am Samstagvormittag gespielt, als sich die Zuschauer im Franz-Kremer-Stadion verwundert die Augen rieben, und der Jubel auf dem Platz riesengroß war. Kurz zuvor hatte Assad Kotya-Fofana, ein fast zwei Meter großer Innenverteidiger der A-Junioren des 1. FC Köln, alle überrascht.
Während des scheinbar ruhigen Spielaufbaus an der Mittelinie sah der 17-Jährige, dass der Elversberger Torwart zu weit vor dem Tor stand und zog einfach ab. Der perfekt getimte Schuss landete aus 45 Metern zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung im Netz der Saarländer – ein echter Kunstschuss.
Vom Helden zum Unglücksraben
Was dann folgte, dürfte dem FC-Talent noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, traf Kotya-Fofana erneut. Dieses Mal in die eigenen Maschen. Scheinbar noch euphorisiert vom eigenen Traumtor, überraschte sein Rückpass in unbedrängter Situation FC-Keeper Marutzki und das Kunstleder trudelte zum 1:2-Anschluss über die Linie.
Was bei vielen der Beteiligten für ein ungläubiges Lächeln sorgte, fand Trainer Stefan Ruthenbeck im Gespräch mit dem GEISSBLOG wenig amüsant: „Das geht nicht. Du musst immer die Antennen auf Empfang haben. Du musst immer aufmerksam, immer konzentriert sein.“
„Kinderfußball!“: Lob und Kritik von Ruthenbeck
Unmittelbar nach Spielende suchte der Meistertrainer deshalb auch sofort das Gespräch mit Kotya-Fofana. „Ich habe ihm nach Abpfiff gesagt, dass er heute ohne diesen Fehler vielleicht der beste Mann auf dem Platz gewesen wäre. Wie er bei seinem Tor die Situation erkannt hat, war herausragend. Aber mit der Aktion beim Eigentor sorgt er dafür, dass das hier ein wenig nach Kinderfußball aussieht. Da muss er erwachsener werden, fokussierter sein.“
Mir fehlt es immer noch ein wenig an Souveränität und Entschlossenheit, den Gegner zu bestrafen.
Stefan Ruthenbeck
Auch mit dem Auftritt des gesamten Teams war Ruthenbeck nur bedingt zufrieden. Besonders die fehlende Chancenverwertung bemängelte Ruthenbeck zu Recht: „Es gab Phasen im Spiel, in denen wir schon früher für die Entscheidung sorgen können. Mir fehlt es immer noch ein wenig an Souveränität und Entschlossenheit, den Gegner zu bestrafen.“
Die nächste Gelegenheit ihrem Trainer zu beweisen, dass man durchaus in der Lage ist, mehr Konzentration und Entschlossenheit auf den Platz zu bringen, hat die U19 des 1. FC Köln dann in 14 Tagen im Heimspiel gegen Alemannia Aachen.







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