Enttäuschung für Talente: Kein Deutscher Meister bei DFB-Länderspielen

Ein Top-Thema 2025: Der Gewinn der deutschen U19-Meisterschaft. (Foto: IMAGO/ Baumgarten)
Ein Top-Thema 2025: Der Gewinn der deutschen U19-Meisterschaft. (Foto: IMAGO/ Baumgarten)

Said El Mala weilt derzeit bei der deutschen U21-Nationalmannschaft. Darunter finden sich in den Junioren-Teams des DFB aber fast keine Talente des 1. FC Köln mehr. Insbesondere für die Deutschen Meister eine Enttäuschung.

In den vergangenen Jahren durfte der FC-Nachwuchs während den Länderspielpausen immer wieder zahlreiche Spieler an den DFB abgeben. Die deutsche U21-Nationalmannschaft stellte zeitweise mit vier FC-Spielern den größten Block im DFB-Aufgebot, wenngleich es sich dabei bereits um zum Teil gestandenen Profis der Kölner gehandelt hatte.

Doch auch darunter waren FC-Spieler immer wieder Teil der Junioren-Nationalteams gewesen. Nicht so jedoch in diesem Jahr. Abgesehen von Said El Mala, der zum zweiten Mal von Antonio di Salvo nominiert wurde, findet sich kein einziger deutscher Junioren-Nationalspieler in den Leistungsteams des FC.

Kotya-Fofana bei Perspektivlehrgang

So wurde kein Spieler, der im vergangenen Jahr mit der U19 den deutschen Meistertitel geholt hatte, vom DFB für die anstehenden Länderspiele im Nachwuchs nominiert. Einzig Justin von der Hitz, der jedoch inzwischen beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag steht, steht für die U20 auf Abruf bereit. Von den Kölner Talenten aus dem 2006er-Jahrgang, wie beispielsweise U17-Weltmeister Fayssal Harchaoui, findet sich jedoch kein aktueller deutscher Nationalspieler in den U-Teams. Chancen hätte sich wohl Youssoupha Niang ausrechnen können, der jedoch weiterhin wegen seiner Schulterverletzung ausfällt.

Auch von den 2007ern, die in dieser Saison den älteren U19-Jahrgang beim FC bilden, wurde kein Kölner für den DFB nominiert. In der Vergangenheit hatte beispielsweise bereits Hamed Cherif für die U16 gespielt. Auch Brian Adoga aus der jetzigen U17 lief schon für die DFB-U16 auf.

Doch auch bei der aktuellen deutschen U17, die von Ex-FC-Trainer André Pawlak betreut wird findet sich aktuell kein FC-Spieler. Erst in der U16 mit Torwart Jacob Esser und der U15 tauchen wieder Spieler aus dem Kölner Nachwuchs auf. Malte Becker, Sander Lampe sowie Laurenz Imping auf Abruf stehen hier im Kader für den DFB-Lehrgang in Frankfurt. Mit Assad Kotya-Fofana befindet sich zumindest ein Deutscher Meister aus dem 2008er-Jahrgang aktuell ebenfalls bei einem Perspektivlehrgang des DFB, allerdings ohne Länderspiele. Dorthin ist auch Lennard Völp eingeladen worden, Torhüter Leonard Reiners folgt in der zweiten Lehrgangswoche.

Zwei Hoffnungen auf die U17-WM

Andere Verbände haben derweil sehr wohl einige FC-Talente im Blick. So läuft beispielsweise Luca Mijatovic aus der FC-U17 für Österreich und Eymen Erdogan für die türkische U17 auf. Zuletzt war auch Kristiyan Irmiev für die U19 von Bulgarien nominiert. Aus der U21 spielt zudem Patrik Kristal für Estland und Emin Kujovic für die U21 von Bosnien.

Hoffnungen machen sich derweil noch Benjamin Ley und Maik Akumu, der sich zur Zeit bei den Profis zeigen darf. Die beiden Youngsters aus dem 2008er-Jahrgang hoffen auf die Teilnahme an der U17-WM in Katar – beide sind aber nicht beim aktuellen Perspektivlehrgang. Diese findet vom 3. bis 27. November statt. Die deutsche Mannschaft beginnt ihre Mission Titelverteidigung dabei mit den Gruppenspielen gegen Kolumbien (4. November), Nordkorea (7. November) und El Salvador (10. November). Beide Spieler waren bei der jüngsten Abstellungsperiode für die Mannschaft von Trainer Marc Meister nominiert.

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