Die Frauen des 1. FC Köln freuen sich über das Startelf-Comeback von Anna-Lena Stolze nach langer Leidenszeit. Eine besondere Szene verleiht der Rückkehrerin für das Wiederholungs-Derby gegen Bayer Leverkusen nun Extra-Motivation.
Jetzt soll es eben im zweiten Anlauf klappen! Am Donnerstagabend (18 Uhr, der GEISSBLOG tickert live) empfangen die Frauen des 1. FC Köln den rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen zum Wiederholungs-Derby. Die Partie des vierten Bundesliga-Spieltags war vor anderthalb Wochen aufgrund eines Flutlicht-Ausfalls im Franz-Kremer-Stadion abgebrochen und schließlich neu angesetzt worden.
Die Flutlicht-Anlage im heimischen Stadion funktioniert mittlerweile wieder. Trainerin Britta Carlson und ihr Team wollen nun natürlich im zweiten Anlauf den Derby-Sieg eintüten. Besonders ärgerlich aus FC-Sicht: Köln hatte zum Zeit des Spielabbruchs nach 36 Minuten durch ein Blitz-Tor von Torjägerin Sandra Maria Jessen mit 1:0 in Führung gelegen. Nun geht es wieder beim Stand von 0:0 los.
Anna-Lena Stolze gibt Startelf-Comeback
Am Selbstvertrauen sollte es den Kölnerinnen aber nicht mangeln. Zumal es für den FC am vergangenen Spieltag gleich zweifachen Grund zur Freude gab. Im Franz-Kremer-Stadion erlebten die Kölner Fans nämlich ein Doppel-Comeback!
Das eine gelang in sportlicher Hinsicht: So hatte der FC am vergangenen Sonntag die Heim-Partie gegen Aufsteiger Union Berlin nach frühem Rückstand in der siebten Spielminute noch vor der Pause gedreht. Treffer von Laura Vogt und Jessen bescherten den Kölnerinnen schlussendlich den verdienten 2:1-Erfolg – und den ersten Heim-Dreier der neuen Bundesliga-Saison. Doch es gab noch weiteren Anlass zum Jubeln: Denn nach mehr als einjähriger Pause feierte Offensiv-Spielerin Anna-Lena Stolze ihr Startelf-Comeback für den FC!
Stolzes denkwürdige FC-Rückkehr
Stolze hatte sich im September im Auftaktspiel der vergangenen Bundesliga-Saison bei RB Leipzig (1:2) schon nach 16 Minuten eine schwere Kreuzbandverletzung zugezogen. Es folgte eine lange Leidenszeit. Nach zwei Kurzeinsätzen in Essen (2:1) und anschließend im Pokal bei Zweitligist Warbeyen (6:0) durfte die Angreiferin gegen Union nun endlich wieder von Beginn an im Kölner Trikot auf den Platz.
„Für mich war das natürlich wirklich special, vor unseren Fans aufzulaufen“, so Stolze über ihr Comeback. Denn es war eine Premiere! Und zwar das erste Heimspiel, welches die Offensiv-Spielerin überhaupt für Köln absolvierte. Stolze war im Sommer 2024 vom niederländischen Erstligisten FC Twente zum FC gewechselt, nach dem Auswärts-Auftritt und der Verletzung in Leipzig folgte die lange Leidenszeit.
Ein Makel beim Comeback
Einen kleinen Makel gab es dann allerdings schon: Denn Stolze verpasste gegen Union die große Chance, ihr Comeback zu krönen. So hatte Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer im ersten Durchgang in der vierten Minute der Nachspielzeit nach Foul an an Laura Donhauser auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Stolze trat an – hämmerte die Kugel allerdings an die Latte. Die Fehlschützin über die Szene: „Ich wollte den Elfmeter natürlich reinmachen. Das tut im ersten Moment weh. Aber wir wussten, dass wenn wir als Team so weiterspielen, das auch so über die Bühne bringen.“ Sie sollte recht behalten.
Gegen Bayer folgt am Donnerstagabend nun die nächste Chance auf den ersten Treffer im FC-Trikot. Gegen ein eigenes Tor im Wiederholungs-Derby hätte Stolze jedenfalls rein gar nichts einzuwenden – im Gegenteil, wie sie mit einem breiten Grinsen betonte: „Sehr gerne!“








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