Underdog für eine Saison: Aus Lukas Kwasnioks Sicht ist der 1. FC Köln in jedem Spiel der Außenseiter. Nichtsdestotrotz möchte der 44-Jährige den FC Augsburg am Samstag wieder aus der Erfolgsspur „herauskatapultieren“.
Beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den FC Augsburg empfängt der Tabellensechste den Vierzehnten. Für Lukas Kwasniok ist die Favoritenrolle wie selbstverständlich klar vergeben – an die Mannschaft von Sandro Wagner. Eine andere Herangehensweise lässt der FC-Trainer nicht gelten.
Wer auch immer auf die Idee käme, den FC als Favoriten zu betiteln, würde er „gerne mal persönlich treffen, um ein Wörtchen sprechen“. Denn mehr als der starke Saisonstart mit zehn Punkten aus sechs Spielen zählt für Kwasniok der folgende Fakt: „Wir sind im ersten Jahr in der Bundesliga.“ Augsburg wiederum spielt die 15. Bundesliga-Saison in Folge.
Kwasniok: Außenseiter bis zum 34. Spieltag
„So wahr ich hier sitze“, betont Kwasniok: „Bis zum 34. Spieltag werden wir in jedem Spiel Außenseiter sein. Wir wollen uns damit nicht kleiner machen, aber so eine Bundesliga-Saison über 34 Spiele aufrechtzuerhalten und erfolgreich zu bleiben, dazu gehört mehr, als nur zu erzählen, man sei gut. Du musst es auch Woche für Woche unter Beweis stellen.“ Und als Aufsteiger sei es doch „das Normalste der Welt, das aus einer Underdog-Rolle anzugehen“.
Das ändert natürlich nichts daran, dass Kwasniok am Samstagnachmittag die Augsburger wieder aus der Erfolgsspur „herauskatapultieren“ möchte. In diese sind die Fuggerstädter gerade erst zurückgekehrt, vor der Länderspielpause gelang nach vier Niederlagen in Serie ein 3:1-Sieg gegen Wolfsburg.
Sie haben zwei Dinge gepaart: Diese präsente, selbstbewusste Art des Trainers mit den DNA-Attributen des FC Augsburg, nämlich hohe Aggressivität.
Lukas Kwasniok
Kwasniok spricht von einer Leistung, „die mir gezeigt hat, dass Trainer, Mannschaft und Vereine einen absoluten Zusammenhalt ausstrahlen“. Öffentlich waren zuvor schon erste Zweifel an Sandro Wagner aufgekommen, mit dessen Verpflichtung die Augsburger eigentlich versucht hatten, ihre Graue-Maus-Image loszuwerden.
„Der FC Augsburg hat sich nach langjähriger Zugehörigkeit in der Bundesliga entschlossen, einen weiteren Step gehen zu wollen, indem sie auf dieser Position einen jungen, aufstrebenden Trainer verpflichtet haben, der eben auch den Fokus auf sie lenkt“, so Kwasnioks Beschreibung.
Karten-Spitzenreiter Augsburg
Nach dem Sieg gegen Wolfsburg sieht der FC-Trainer beim kommenden Gegner einen durchaus gefährlichen Mix: „Sie haben zwei Dinge gepaart: Diese präsente, selbstbewusste Art des Trainers mit den DNA-Attributen des FC Augsburg, nämlich hoher Aggressivität.“
Für diese Aggressivität spricht auch die Tatsache, dass Augsburg mit 21 Gelben Karten an den ersten sechs Spieltagen die mit Abstand meisten Verwarnungen der Liga eingesammelt hat. „Das spiegelt ihre Spielart wider“, sagt Kwasniok, hat den FCA bei Spielvorbereitung aber „nicht unfair wahrgenommen“. Für den FC gilt es, dagegenzuhalten und selbst unangenehm zu sein. „Wir werden sehen, wer im Bezug auf die Statistik der Gelben als Sieger vom Platz geht“, schmunzelt Kwasniok.







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!