FC siegt wieder in Europa! Runde drei schon zum Greifen nahe

Fynn Schenten bejubelt sein Tor zum 1:0 bei Racing FC Union. (Foto: GEISSBLOG)
Fynn Schenten bejubelt sein Tor zum 1:0 bei Racing FC Union. (Foto: GEISSBLOG)

Der 1. FC Köln hat seine Rückkehr auf die europäische Bühne mit einem 3:0 (1:0)-Sieg bei Racing FC Union Luxemburg gefeiert. Die U19 der Geißböcke ließ den Gastgebern keine Chance, hätte aber noch höher gewinnen können.

Aus dem Stade Achille Hammerel in Luxemburg berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Willkommen zurück in Europa, 1. FC Köln! Die A-Junioren der Geißböcke haben sich am Mittwochabend in Luxemburg siegreich auf europäischer Bühne zurückgemeldet. Unterstützt von lautstarken FC-Fans, die zu Hunderten ins Großherzogtum gekommen waren, legte die Mannschaft von Stefan Ruthenbeck den Grundstein für den Einzug in die 3. Runde der UEFA Youth League.

Tore und Highlights

20. Minute: Der FC dominierte die Partie von der ersten Minute an. Racing FC Union kam kaum einmal über die Mittellinie, konnte den Ball jeweils nur Sekunden in den eigenen Reihen halten. Der FC brauchte jedoch 20 Minuten, um in Führung zu gehen. Nach einem Ballgewinn von Kapitän Jonathan Friemel gelangte der Ball zu Fynn Schenten, der am Strafraum mit etwas Glück seinen Gegenspieler stehen ließ, sich um die eigene Achse drehte und den Ball mit rechts ins lange Eck zum erlösenden 1:0 einschoss.

1. Halbzeit: Darüber hinaus jedoch konnten die Geißböcke nur selten zwingend vor das gegnerische Tor kommen. Die Ruthenbeck-Elf erreichte wohl weit über 80 Prozent Ballbesitz. Dieser jedoch verpuffte spätestens 20 Meter vor dem luxemburgischen Tor. Darüber hinaus mussten Luis Stapelmann und Assad Kotya-Fofana bei den wenigen gefährlichen Ballgewinnen der Gastgeber aufpassen, keinen Konter zuzulassen. Torhüter Mikolaj Marutzki erlebte eine weitgehend ruhige erste Hälfte. Der FC ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine, begleitet von lautstarken Gesängen der mitgereisten Kölner Anhänger.

60. Minute: Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie bei strömendem Regen ruppiger. Racing erhöhte die Intensität in den Zweikämpfen, rückte etwas auf – und so ergaben sich für den FC plötzlich auch Chancen zu Kontern. Nach einer Stunde nutzten die Geißböcke einen solchen. Cenny Neumann wurde am Strafraum angespielt. Dort legte er sich den Ball an seinem Gegenspieler vorbei und überlupfte anschließend gefühlvoll den herauseilenden Torhüter – das 2:0 für den FC.

78. Minute: Gerade hatte der FC großes Glück in der Defensive. Nach einer Unachtsamkeit war ein Kopfball der Luxemburger an der Latte gelandet. Dann aber konterte der FC im direkten Gegenstoß. Fayssal Harchaoui zog von halblinks am Strafraum in die Mitte und passte dann an seinen Gegenspielern vorbei auf die rechte Seite, wo Alessandro Puzzo völlig frei stand und es Neumann nachmachte: Auch er überlüpfte den herauseilenden Torhüter gefühlvoll und traf so zum 3:0 für den FC.

Personal

So spielte der FC: Marutzki – Neumann (62. Spitali), Stapelmann, Kotya-Fofana, Friemel – Zimmermann (69. Völp), Irmiev, Harchaoui – Ponente-Ramirez (69. Ekweribe), Schenten (62. Afri Akumu), Ley (69. Puzzo)

Zur Aufstellung: Stefan Ruthenbeck darf in der Youth League auch ehemalige U19-Spieler einsetzen, und so standen mit Nick Zimmermann und Fayssal Harchaoui zwei Deutsche Meister in der Startelf, die inzwischen eigentlich für die U21 des FC auflaufen. Später wurde mit San-Luca Spitali noch ein dritter eingewechselt.

Fazit

Der 1. FC Köln hat den Grundstein für ein Weiterkommen in die 3. Runde der UEFA Youth League gelegt. Mit einer über weit Strecken konzentrierten Leistung gegen eine Luxemburger Mannschaft, die weit unter U19-Bundesliga-Niveau spielte, hätte der Sieg zwar noch deutlich höher ausfallen können. Doch trotz der zahlreich vergebenen Torchancen sollte der 3:0-Erfolg eigentlich reichen, um die nächste Runde buchen zu können.

Nach einer komplett einseitigen ersten Hälfte fielen die zweiten 45 Minuten zwar nicht mehr so klar aus und Marutzki war mehrfach gefordert. Doch dafür boten sich den Geißböcken Chancen durch mehr Räume. Über gute Durchstöße auf den Flügeln oder Schüsse aus der zweiten Reihe ergaben sich sogar bessere Tormöglichkeiten als in der dominanten ersten Halbzeit. So konnte Stefan Ruthenbeck am Ende zufrieden sein, eine unangenehme Aufgabe bei der Rückkehr nach Europa gelöst zu haben. Das Rückspiel steigt am 5. November in Köln.

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