Endlich ein Tor, aber Ache mit Eisbeutel: „Wenn das Adrenalin nachlässt…“

Ragnar Ache hat sein erstes Pflichtspieltor im Trikot des 1. FC Köln erzielt. (Foto: IMAGO / Kirchner-Media)
Ragnar Ache hat sein erstes Pflichtspieltor im Trikot des 1. FC Köln erzielt. (Foto: IMAGO / Kirchner-Media)

Ragnar Ache hat am Mittwochabend im DFB-Pokal sein erstes Tor für den 1. FC Köln erzielt. Auch wenn der Treffer am Ende zu keinem besseren Ergebnis gegen den FC Bayern geführt hatte, war das Tor dennoch wichtig. Nach dem Schlusspfiff brauchte der Stürmer allerdings einen dicken Eisbeutel.

Endlich hat auch der letzte offensive Sommer-Neuzugang des 1. FC Köln seinen ersten Treffer erzielt! Bei der 1:4-Niederlage gegen den FC Bayern München hatte Ragnar Ache das Müngersdorfer Stadion nach knapp einer halben Stunde mit seinem Kopfball zum 1:0 in ein Tollhaus verwandelt. Eine Woche, nachdem der Stürmer noch im GEISSBLOG-Interview erklärt hatte, seinen ersten Treffer im FC-Dress „kaum erwarten“ zu können, war der 27-Jährige nun endlich erfolgreich.

Nach einer Ecke von Isak Johannesson stieg Ache am zweiten Pfosten höher als Dayot Upamecano und köpfte platziert ins lange Eck. „Das Tor war ein geiles Gefühl“, sagte der Neuzugang aus Kaiserslautern nach dem Spiel trotz der Niederlage. Auch wenn der Mittelstürmer geduldig geblieben war, schien ihn die Durststrecke dennoch zu beschäftigen: „Es waren die letzten Wochen nur Assists, keine Tore. Wenn man dann endlich das Tor schießt, fühlt man sich erleichtert.“

Erster Einsatz über 90 Minuten

Dabei war nicht nur Aches Tor in Müngersdorf eine Premiere. Gleichzeitig spielte der Stürmer zum ersten Mal die kompletten 90 Minuten im FC-Trikot. Trainer Lukas Kwasniok hatte zuvor in enger Absprache mit dem Spieler angesichts dessen Verletzungshistorie immer Vorsicht walten lassen und die Belastung gezielt gesteuert. „Ich will nicht so häufig verletzt sein wie in Kaiserslautern. Ich habe das Gefühl, dass ich hier in Köln noch professioneller betreut werde. Hier werde ich bei allem begleitet“, hatte Ache jüngst gegenüber den GEISSBLOG erklärt.

Nun sei der gebürtige Frankfurter „richtig froh“, zum ersten Mal 90 Minuten ohne Beschwerden durchgespielt zu haben. „Ich bin sehr glücklich, dass ich das geschafft habe. Das gibt mir Selbstvertrauen“, sagte Ache am Mittwochabend in den Katakomben des RheinEnergieStadions.

Dicker Eisbeutel „zur Sicherheit“

Dabei ließ ein Blick auf sein linkes Sprunggelenk zunächst nichts Gutes befürchten. Nach einer Viertelstunde war Ache in der gegnerischen Hälfte unsanft von Aleksander Pavlovic von den Beinen geholt worden. Einen Freistoß bekam der FC dafür allerdings nicht – eine der zahlreichen fragwürdigen Entscheidungen an diesem Abend vom Schiedsrichtergespann rund um Tobias Welz.

Ragnar Ache mit einem Eisbeutel am linken Knöchel nach dem Spiel in den Katakomben. (Foto: GEISSBLOG)
Ragnar Ache mit einem Eisbeutel am linken Knöchel nach dem Spiel in den Katakomben. (Foto: GEISSBLOG)

Nach dem Schlusspfiff verschwand Ache mit einem dicken Eisbeutel am getroffenen Knöchel in der Kabine. „Wenn das Adrenalin nachlässt, merkt man es schon“, meinte der FC-Profi, fügte jedoch schnell hinzu: „Aber es ist nichts. Das Eis ist nur zur Sicherheit.“ Einem Einsatz am Sonntag gegen den Hamburger SV steht damit nichts im Wege: „Wenn der Trainer mit mir rechnet, bin ich da. Ich fühle mich top.“

Nächster Startelf-Einsatz gegen den HSV?

Ob Kwasniok das auch so sieht, ist aktuell noch offen. „Bis Sonntag passiert noch viel“, sagte der Trainer nach dem Spiel auf einen erneuten Startelf-Einsatz von Ache angesprochen und lobte den Auftritt seines Angreifers gegen die Bayern. „Er hat ein gutes Spiel gemacht. Das Spiel war auch extrem auf ihn zugeschnitten.“ Gegen den Mitaufsteiger aus Hamburg erwarte den FC jedoch eine gänzlich andere Partie.

„Der Gegner wird uns gar nicht so anlaufen wie der FC Bayern. Da gilt es, wieder neue Lösungen zu finden“, sagte Kwasniok. Mit seinem Treffer und seinem beherzten Auftritt – Ache führte immerhin 26 Zweikämpfe und gewann die Hälfte davon – hat sich der Angreifer jedoch für einen weiteren Einsatz von Beginn an Empfohlen. Entsprechend stellte auch Kwasniok klar: „Ragnar stellt eine Option gegen den HSV dar.“ 

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