Volles Vertrauen vom Trainer: Lukas Kwasniok lässt die Profis des 1. FC Köln am Elften im Elften ohne Einschränkungen feiern. Seine Mannschaft dürfe an Karneval auch mal „über die Stränge schlagen“.
Wer geglaubt hatte, der 1. FC Köln würde sich die Karnevalsstimmung von der Derby-Niederlage vermiesen lassen, sah sich am Dienstagmorgen getäuscht. Nach dem Kostümtraining am Geißbockheim, dem ersten seit 2021, gab es vom Chefcoach höchstpersönlich den Party-Befehl an die Mannschaft.
„Das sind ganz normale Menschen“, sagte Lukas Kwasniok über seine Bundesliga-Profis und stellte klar: „Sie dürfen auch mal über die Stränge schlagen. Wenn das an Karneval nicht erlaubt ist, hat nicht jeder den Sinn des Lebens verstanden.“
Kwasniok: „Solche Ansagen kommen aus den 60ern“
Es darf gefeiert werden am Elften im Elften – und zwar ohne Handbremse. „Zapfenstreich-Ansagen kommen aus den 60er- oder 80er-Jahren“, schüttelte Kwasniok den Kopf. Angst vor dem großen Karnevalskater, wie ihn einige seiner Vorgänger erlebt haben, oder einer Krankheitswelle hat der FC-Trainer nicht: „Das sind erwachsene Männer, denen wir schon Verantwortung mit auf den Weg geben sollten. Bisher bin ich damit ganz gut gefahren.“
Kwasniok selbst zog nach dem gut 20-minütigen Karnevalstraining gemeinsam mit seinem Trainerteam weiter in die Stadt – allerdings nicht mehr im Schlumpf-Outfit. „Wir werden uns noch mal anders verkleiden, damit uns die Menschen nicht sofort erkennen“, so seine Taktik.
Allen, die keinen Karneval feiern: Gute Besserung!
Lukas Kwasniok
Der „faschingserprobte“ Badenser konnte es kaum erwarten, seine ersten Erfahrungen im Kölner Karneval zu machen und erklärte schmunzelnd: „Das ist ja einer der Gründe, warum ich in Köln unterzeichnet habe, dass ich mal an Karneval teilnehmen kann. Ich werde das sicherlich genießen.“ Kwasniok schob nach: „Allen, die keinen Karneval feiern: Gute Besserung!“
Auch für Teile der Mannschaft ging es zusammen in die Stadt. „Ich will nicht zu viel verraten, aber ich glaube schon, dass sich ein paar gefunden haben, die heute losziehen werden“, sagte Ron-Robert Zieler, der als gebürtiger Kölner gewiss zu dieser Truppe zählte.
Andere Spieler hingegen verabschiedeten sich nach dem jecken Kostümtraining in den Kurzurlaub. Die nächste echte Trainingseinheit erwartet die Mannschaft schließlich erst am Montag, wenn die Vorbereitung auf Eintracht Frankfurt beginnt.






























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