Premiere vertagt: Said El Mala hat am Freitagabend nicht für die deutsche Nationalmannschaft debütiert. Bundestrainer Julian Nagelsmann beließ den Youngster des 1. FC Köln gegen Luxemburg 90 Minuten auf der Bank.
So einige Fans des 1. FC Köln dürften am Freitagabend vor dem Fernseher gesessen und vergeblich gewartet haben. Die Hoffnung war groß, erstmals seit 2187 Tagen – seit dem letzten Länderspiel von Jonas Hector – wieder einen FC-Profi im Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu sehen. Doch die Hoffnung wurde enttäuscht.
Der zum ersten Mal für das A-Team nominierte Said El Mala war beim vorletzten Spiel der WM-Qualifikation in Luxemburg – wie die FC-Fans vor den TV-Geräten – nur Zuschauer. Die Leistung der DFB-Elf war an diesem Abend wohl einfach zu schwach, um Neulingen eine Chance zu bieten.
Spielverlauf spielte El Mala nicht in die Karten
Julian Nagelsmann hatte im Vorfeld der Partie offengelassen, ob er El Mala und Leipzigs Assan Ouedraogo zum Debüt verhelfen wird. „Wir müssen den Spielverlauf abwarten“, hatte der Bundestrainer erklärt. Und der Spielverlauf war äußerst zäh.
Eingerahmt von BVB-Star Nico Schlotterbeck und Ouedraogo musste El Mala von der Bank aus mitansehen, wie sich die DFB-Elf im Stade de Luxembourg extrem schwertat. Underdog Luxemburg bot einer uninspirierten deutschen Elf die Stirn, hatte in der ersten Halbzeit sogar die besseren Chancen. Bezeichnend: Torhüter Oliver Baumann war zunächst häufiger am Ball als alle seine Vordermänner.
Nach der Pause war es Doppelpacker Nick Woltemade (49. + 69. Minute), der das DFB-Team erlöste. Doch auch mit einer 2:0-Führung auf der Habenseite verzichtete Nagelsmann darauf, sein volles Wechselkontingent auszuschöpfen, blieb vorsichtig. Kevin Schade und Jamie Leweling kamen für die Offensive, Felix Nmecha fürs Mittelfeld und Malick Thiaw für die Abwehr – El Mala blieb auf der Bank.
Chance gegen die Slowakei?
Mit dem abschließenden Heimspiel gegen die Slowakei (Montag, 20.45 Uhr), bei dem Deutschland ein Punkt für die direkte WM-Qualifikation reicht, bietet sich dem FC-Juwel in dieser Länderspielperiode noch eine weitere Debüt-Chance. Falls Nagelsmann den 19-Jährigen nicht zur U21-Nationalmannschaft schickt. Diese Option hatte der Bundestrainer zu Beginn der Woche in den Raum gestellt.
Nagelsmann hatte zudem schon angekündigt, dass er El Mala vor allem im Training und innerhalb der Gruppe beobachten, den Youngster einfach mal persönlich erleben will. Die Neulinge El Mala und Ouedraogo sollten „nicht wie die großen Zampanos auftreten, sondern Gas geben“. Nagelsmann bescheinigte beiden zwar „einen guten Eindruck“, ließ sie am Freitag aber nicht ran.








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