Mit dem Pokal-Aus gegen den SC Sand mussten die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln erstmals seit Wochen einen echten Rückschlag hinnehmen. Wenn die Niederlage in dieser Woche aufgearbeitet wird, ist ein prominenter Trainingsgast dabei: DFB-Star Kathrin Hendrich.
Noch in Sand richtete Britta Carlson den Blick nach vorne. „Wir haben den Fokus in Richtung Sonntag – Richtung Bremen“, sagte die Trainerin des 1. FC Köln nach dem bitteren Pokal-Aus im 2000-Einwohner-Ortsteil von Willstätt. Doch natürlich müsse man die 2:3-Niederlage beim Spitzenreiter der 2. Bundesliga zunächst „besprechen und verarbeiten“, könne nicht „einfach darüber hinweggehen“.
Carlson zollte dem SC Sand viel Respekt und hatte im Vorfeld mit einer harten Aufgabe gerechnet – aber fraglos war es, gerade nach der so erfolgreichen Entwicklung in der Bundesliga, der Anspruch des FC, beim Zweitligisten zu bestehen. „Es ist für uns ein wichtiger Entwicklungsschritt, solche Spiele anders zu gestalten. Das ist meine Erwartungshaltung“, erklärte die Trainerin. Daher gebe es „ein paar Punkte, die wir in Bezug auf die Bundesliga angehen müssen“.
Kathrin Hendrich trainiert mit den FC-Frauen
Wenn sich die FC-Frauen diesen Punkten in Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen (Sonntag, 18.30 Uhr) widmen, wird ein prominentes Gesicht mit auf dem Rasen stehen: Mit Kathrin Hendrich ist derzeit eine 88-fache Nationalspielerin Teil der Kölner Trainingsgruppe.
Hendrich ist mit der Bitte, sich beim FC fit halten zu dürfen, an den Club herangetreten. Und die Geißböcke haben die in Eupen geborene Abwehrspielerin gerne aufgenommen. Zweifelsfrei steigert Hendrich, die in der Nationalmannschaft lange unter Britta Carlson trainiert und an der Seite von FC-Kapitänin Marina Hegering gespielt hat, das Trainingsniveau.
Das ist für mich alles andere als selbstverständlich. Ich kann die spielfreie Zeit perfekt nutzen.
Kathrin Hendrich
Als Tabellenschlusslicht der National Women’s Soccer League konnte sich Hendrich mit ihrem Club, den Chicago Red Stars, nicht für die Playoffs qualifizieren und befindet sich daher schon seit Anfang November nicht mehr im Spielbetrieb. Beim FC wappnet sich die 33-Jährige nun für das anstehende Nations-League-Finale der DFB-Frauen gegen Spanien, das am 28. November sowie am 2. Dezember mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird.
„Ich freue mich sehr, hier zu sein und bin den Chicago Stars und dem FC sehr dankbar, dass sie es mir ermöglichen, bei den FC-Frauen mitzutrainieren“, sagt Hendrich und ergänzt: „Das ist für mich alles andere als selbstverständlich. Ich kann so die spielfreie Zeit perfekt nutzen, um mich fitzuhalten und gleichzeitig auch die Zeit bei meiner Familie und meinen Freunden genießen. Die Mädels hier sind super und haben mich toll aufgenommen. Ich bin ihnen auch sehr dankbar, dass sie dem Ganzen zugestimmt haben.“
Hendrichs Wunsch passt zum 1. FC Köln
Mit einem möglichen Transfer zum FC habe ihr Aufenthalt zunächst nichts zu tun, ist aus dem Geißbockheim zu hören. Doch natürlich könnte sich Köln durch die guten Kontakte zu Carlson und einigen Spielerinnen in Zukunft als potenzielle Anlaufstelle für Hendrich entpuppen, falls diese nach Deutschland zurückkehren möchte.
Hendrich ist zwar erst im Sommer aus Wolfsburg nach Chicago gewechselt und steht dort noch bis 2027 unter Vertrag, „aber ich habe die Möglichkeit, bereits früher wechseln zu können“, verriet sie zuletzt im Interview mit dem Kicker und schob sogar nach: „Es war immer im Hinterkopf, in der Nähe meiner Heimat meine Karriere zu beenden. Das wäre eine schöne Vorstellung.“ Beim FC wäre diese Nähe gegeben.







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