Der eine drängt zurück in die Startelf, der andere passt mit seinen Qualitäten zum Gegner: Jan Thielmann und Sebastian Sebulonsen dürften am Samstagabend gegen Eintracht Frankfurt wieder zur Anfangsformation des 1. FC Köln zählen.
Am liebsten wäre Jan Thielmann bereits vor der Länderspielpause dabei gewesen. Doch Lukas Kwasniok musste den Heißsporn des 1. FC Köln noch bremsen, berief ihn nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel nicht in den Derby-Kader. Seine Energie durfte Thielmann in Mönchengladbach dennoch rauslassen – als Einpeitscher in der Kabine.
Nun aber, beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, spricht nichts mehr gegen eine Rückkehr auf den Platz. „Er war die ganze Zeit in einer körperlich extrem guten Verfassung. Wirklich top, top, top“, sagt Kwasniok und deutet sogar ein Startelf-Comeback des Flügelstürmers an: „Jan hat recht wenig verloren und stellt deshalb mehr als nur eine Kaderoption dar. Zudem war er vor seiner Verletzung Stammspieler und hat gute Leistungen gebracht.“
Kwasniok über Thielmann: „Da hilft er sehr“
Ein weiteres Argument: Das Spiel, das der FC-Trainer am Samstagabend (18.30 Uhr) erwartet, passt zu Thielmanns Qualitäten. „Gerade bei Heimspielen, wo du abarbeiten musst, dem Gegner wehtun musst, gerade gegen so einen guten Gegner wie die Eintracht aus Frankfurt“ sei der 23-Jährige gefragt. „Da hilft er einfach sehr und stellt eine Option für die Startelf dar.“
Das gilt im Übrigen auch für Sebastian Sebulonsen. Der Norweger, der an den ersten acht Spieltagen jeweils beginnen durfte und anschließend sowohl gegen Hamburg als auch in Gladbach zur Pause eingewechselt wurde, könnte ebenfalls in die Startelf zurückkehren.
Warum Sebulonsen auf die Bank musste
„Jeder Spieler hat Stärken und Schwächen. Es war schon vorhersehbar, dass wir gegen Hamburg und Gladbach mehr den Ball haben werden – und da haben wir uns für eine andere Variation entscheiden“, erklärt Kwasniok und schiebt mit Blick auf Samstagabend nach: „Davon ist jetzt gegen Frankfurt nicht auszugehen und deswegen stellt Seb immer eine Option dar.“
Gegen den HSV sowie im Derby wollte Kwasniok über die rechte Schiene „Spieler in Szene setzen, und da habe ich mich für Kaminski entschieden, weil er Kreativität mitbringt“. Sebulonsen wiederum trumpft mit seinen physischen Qualitäten auf, marschiert die Linie rauf und runter. „Mit seiner körperlichen Wucht ist Seb, gerade gegen spielstarke Mannschaften wie die Frankfurter, definitiv eine Option von Beginn an”, sagt der Trainer nun.
Sturm wie in Hoffenheim oder mit Ache?
Kaminski wiederum dürfte in die Sturmreihe zurückkehren, wo er sich am wohlsten fühlt. Beginnt der Pole als Linksaußen, müsste Said El Mala wohl zunächst auf die Bank – außer Kwasniok stellt einen der beiden ins Sturmzentrum. Wie beispielsweise gegen Hoffenheim, als Kaminski zentral, El Mala links und Thielmann rechts begann. Aber auch Ragnar Ache bietet sich gegen seinen Ex-Club Frankfurt für die Startformation an.
Hoffentlich können wir das erste Mal ein sogenanntes Top-Spiel gewinnen. Zu Hause sind die Chancen minimal größer als auswärts.
Lukas Kwasniok
Bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag ließ sich Kwasniok alles offen. „Ich bin noch nicht so weit, das muss man fairerweise sagen“, so der Kölner Chefcoach, für den die „detaillierte Planung“ erst mit dem Abschlusstraining am Freitag so richtig losging.
Klar ist das Ziel: Nach drei Auswärtsniederlagen an einem Samstagabend – in Leipzig, Dortmund und Gladbach – soll jetzt ein Heimsieg her. „Hoffentlich können wir das erste Mal ein sogenanntes Top-Spiel gewinnen. Zu Hause sind die Chancen minimal größer als auswärts“, weiß Kwasniok natürlich um die gewaltige Unterstützung von den Rängen.
So könnte der 1. FC Köln beginnen: Schwäbe – Schmied, Martel, Özkacar – Sebulonsen, Johannesson, Krauß, Lund – Thielmann, Ache, Kaminski








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