Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln sind beim SV Werder Bremen gefordert. Allrounderin Laura Donhauser und ihre Kolleginnen wollen dann das ärgerliche Pokal-Aus beim SC Sand vergessen machen.
Gelingt die Frustbewältigung an der Weser? Die Frauen des 1. FC Köln sind sieben Tage nach dem bitteren Pokal-Aus beim SC Sand wieder in der Bundesliga gefordert. Am Sonntag (18.30 Uhr) treten Trainerin Britta Carlson und ihr Team beim SV Werder Bremen an.
Natürlich war die Pokal-Schlappe im Achtelfinale äußerst ärgerlich. Bekanntlich steigt seit 2010 das Endspiel um den Cup im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Zu gerne hätten Carlson und ihr Team das „Finale zo huss“ gespielt. Doch nach dem 2:3 beim Zweitligisten warten die FC-Frauen weiter auf die erste Endspiel-Teilnahme der Vereinsgeschichte.
Nächste knifflige Auswärts-Aufgabe für 1. FC Köln
„Natürlich werden wir das besprechen und verarbeiten“, hatte Köln-Trainerin Carlson unmittelbar nach dem Pokal-Aus in Sand angekündigt. Mit den Bremerinnen wartet nun am Sonntag allerdings erneut eine äußerst knifflige Auswärts-Aufgabe.
Werder um Trainerin Friederike Kromp dürfte die Partie nämlich mit ordentlich Rückenwind angehen: Bremen hat die vergangenen drei Partien in der Bundesliga gewonnen, rangiert mit 19 Zählern punktgleich mit dem Dritten Eintracht Frankfurt auf Tabellenrang vier. Am Pokal-Wochenende wurde zudem durch einen 5:4-Erfolg im Elfmeterschießen bei RB Leipzig das Viertelfinale erreicht.
Torschützin für Werder zum 1:1 in der regulären Spielzeit und später auch vom Punkt war übrigens Juliane Wirtz, die ältere Schwester von Liverpool-Star und Ex-FC-Juwel Florian. Juliane feierte in der Saison 2017/18 bei ihrem Jugendverein 1. FC Köln ihr Profi-Debüt, wechselte im Anschluss aber zwei Jahre vor ihrem Bruder zum rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen. Jetzt gibt es das Wiedersehen in Bremen, wo Wirtz seit 2023 spielt.
FC-Allrounderin Donhauser: „Wollen Reaktion zeigen“
Eine, die die Kreise der Werderanerin am Sonntag eindämmen soll, ist FC-Allrounderin Laura Donhauser. Die 24-Jährige, die sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr agieren kann, hat das bittere Pokal-Aus am vergangenen Sonntag hautnah auf dem Platz miterlebt.
„Es hat schon seine Zeit gebraucht, bis wir das Ganze verarbeitet haben. Wir sind aber alles gemeinsam als Team noch mal durchgegangen“, berichtet die gebürtige Bayerin. „Die Schlüsse, die wir daraus gezogen haben: Wir müssen einfach an unsere Grenzen kommen und dürfen nicht weniger Prozente geben.“
1. FC Köln will „gute Reaktion zeigen“
Das Ziel ist klar: „Wir wollen eine gute Reaktion zeigen und das Ganze wiedergutmachen“, so Donhauser. Die FC-Spielerin weiß aber natürlich, dass das nicht einfach wird: „Wir treffen auf einen Gegner, der vorne mitspielt und sehr robust ist. Da wird es vor allem auf das Kämpferische ankommen.“
Die mehr als 300 Kilometer an die Weser werden die Kölnerinnen im Bus zurücklegen. Wie vertreibt sich Donhauser, die seit 2021 beim FC unter Vertrag steht, dabei eigentlich die etwa vierstündige Fahrt? „Es gibt ein paar Mädels aus der Mannschaft, mit denen ich gerne Karten zocke. Beispielsweise Hilo, das ist ein super Spiel. Und ich denke, ich bin ganz gut darin“, berichtet sie lachend. Klar ist aber natürlich: Am Sonntag soll es für Donhauser nicht nur beim Kartenspielen, sondern in erster Linie auf dem Rasen erfolgreich laufen.







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