Der 1. FC Köln trifft am Mittwoch im Hinspiel der dritten Runde in der Youth League auf den FC Midtjylland. Trainer Stefan Ruthenbeck hat sich vor der Partie ausführlich zur Situation rund um seine Mannschaft und den kommenden Gegner geäußert.
Wenn der 1. FC Köln am Mittwochabend das Hinspiel in der Youth League gegen den FC Midtjylland bestreitet, wird das letzte Pflichtspiel der A-Junioren bereits zweieinhalb Wochen zurückliegen. Schließlich ist das Bundesliga-Spiel gegen die SV Elversberg am vergangenen Samstag den Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen. Dafür nutzte die U19 die Länderspielpause zuvor für eine Reise nach Portugal, wo die Mannschaft mit dem dritten Platz beim Algarve Cup einiges an Selbstvertrauen tanken konnte. Vor dem nächsten Youth-League-Spiel sprach Trainer Stefan Ruthenbeck nun über…
…das abgesagte Liga-Spiel gegen Elversberg: „Wir werden ein bisschen ausgeruhter sein. Dadurch, dass wir in Portugal beim Algarve Cup waren und dort sehr viele Spiele gemacht haben, wäre das Elversberg-Spiel auch anstrengend für die Jungs geworden. Das Turnier hat uns schon mitgenommen, weil wir es unbedingt gewinnen wollten. Das Elversberg-Spiel muss bis zum 14.12. nachgeholt werden – Mitten in der Woche. Das ist ein bisschen blöd, weil wir die Jungs auch aus den Schulen rausholen müssen. Im Dezember stehen Klausuren an, da kriegen wir ein paar Themen.“
So sieht es personell bei der U19 aus
…das Personal: „Maik Akumu hat sich eine leichte Gehirnerschütterung bei der U17-Weltmeisterschaft zugezogen. Er wird nicht dabei sein und ich hoffe, dass er Ende der Woche ein bisschen ans Trainieren kommt. Leo Isufi fällt mit einer Bänderverletzung weiter aus und unser langzeitverletzter Hamed Cherif.“
…Verstärkung aus dem älteren Jahrgang: „San-Luca Spitali werden wir nicht mitnehmen. Er ist wieder im Training, das ist aber zu kurzfristig. Er hat das Testspiel mit der U21 bei der Viktoria nicht mitgenommen und in der letzten Zeit nicht viel trainiert. Dafür ist das Spiel zu wichtig, um Minuten herzugeben und zu schauen, ob es hält. Wir haben Fayssal Harchaoui und Nick Zimmermann dabei.“
Das erwartet den FC mit Midtjylland
…den Gegner FC Midtjylland: „Sie wären in Deutschland unter den Top-5-Mannschaften. Es wird eine gute Ausbildung in Dänemark gemacht. Da gehen immer wieder junge Spieler für ganz viel Geld zu anderen europäischen Spitzenvereinen. Da kommt viel Intensität auf uns zu, hohes Pressing, sie sprinten alles an, was man ansprinten kann. Sie haben eine gute Idee und Jungs, die richtig zocken können. Das wird echt eine Aufgabe für uns.“
…die eigene Herangehensweise: „Der Gegner hat keinen zu großen Einfluss auf unsere Spielweise. Wir wollen unsere Ideen durchdrücken, müssen aber auf ein paar Sachen aufpassen. Das werden wir den Jungs mitgeben, es wird noch viel Videoanalyse auf dem Plan stehen. Wir wollen dominant Fußball spielen und das besser machen als im Rückspiel gegen Luxemburg. Unsere Jungs sind gut drauf, sind mit viel Selbstvertrauen aus Portugal gekommen. Da haben wir Sporting Lissabon und den SC Braga geschlagen. Das sind Club, die auch immer wieder in der Youth League auftauchen.“
Alle wollen dabei sein, sind heiß darauf. Wenn keiner mehr nervös wäre, würde ich sagen, dass es der falsche Job für sie ist.
Stefan Ruthenbeck
…die Unzufriedenheit nach dem Rückspiel gegen Luxemburg: „Mit einer 3:0-Führung aus dem Hinspiel im Rücken haben auch noch nicht so viele gespielt. Dann führst du nach einer halben Stunde mit 2:1 und die Jungs wussten, dass Luxemburg richtig viele Tore machen musste, um weiterzukommen. Dass du dann an Prozenten rausnimmst, siehst du auch auf höchstem Niveau. Das passiert im Fußball unterbewusst. Deswegen muss man das richtig einschätzen. Trotzdem müssen wir uns steigern, gerade in der Zweikampfhärte und dem Nutzen von Chancen. Wir müssen die Dinger machen, die sich auftun. Gerade im kommenden Spiel werden wir nicht sechs, sieben, acht Chancen bekommen. Ich habe aber das Gefühl, dass es besser wird.“
Erst zuhause: Vor- oder Nachteil?
…die Nervosität vor dem Spiel: „Die sind alle angespannt. Bestes Indiz dafür: Es ist keiner krank. Alle wollen dabei sein, sind heiß darauf. Wenn keiner mehr nervös wäre, würde ich sagen, dass es der falsche Job für sie ist. Die Frage ist, wie sie damit zurechtkommen. Es darf nicht auf Kosten der Leistung gehen und das müssen wir ihnen beibringen. Das ist ein Prozess, der über Monate und Jahre hinweg funktionieren muss, um Fußballprofi zu werden. Vor 50.000 Fans im Stadion guten Fußball zu spielen, ist gar nicht so einfach.“
…einen möglichen Vorteil, erst ein Heimspiel zu haben: „Das ist mir scheißegal. Beides hat seinen Flair, wie man es auch taktisch angehen kann. Du musst auch aufpassen, dass du nicht abgeschossen wirst, damit du im Rückspiel noch eine Chance hast. Aber das wird der Gegner genauso denken. Im Laufe des Spiels wird Midtjylland deswegen vielleicht auch mal im tieferen Block stehen, als sie es sonst machen.“







Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!