Lukas Kwasniok sucht beim 1. FC Köln noch nach der Balance und der bestmöglichen Formation. Der Trainer erklärt: Die personellen Sorgen in der Defensive bremsen aktuell die Offensive aus.
Noch kein einziges Mal in dieser Saison hat Lukas Kwasniok sein System und sein Personal im Vergleich zur Vorwoche beibehalten. Das liegt einerseits daran, dass der Trainer des 1. FC Köln seine Mannschaft gerne an den Gegner anpasst. Andererseits natürlich an den Ausfällen, insbesondere im Defensivverbund. Doch Kwasniok macht auch keinen Hehl daraus, dass er sich nach dem ersten Drittel der Saison noch auf der Suche befindet.
„Vergangene Saison gab es am Anfang keine Veränderungen, weil ich dachte: Ich habe die perfekte Mischung gefunden“, berichtet der Ex-Paderborner im Interview mit dem Kicker und schätzt die aktuelle Situation in Köln ganz anders ein: „Jetzt ist es so, dass ich – auch wegen der Verletzungen – noch nicht das Gefühl habe, die bestmögliche Konstellation gefunden zu haben.“
Abwehr-Ausfälle bremsen Offensive aus
Ein Thema, das Kwasniok beschäftigt, ist die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive. Durch die vielen Ausfälle in der Abwehr – nach der Verletzung von Timo Hübers ist der Gegentorschnitt in die Höhe geschnellt – habe „unsere defensive Stabilität gelitten“, merkt der FC-Trainer an und erklärt: „Deswegen brauche ich aktuell mehr defensive Spieler auf dem Feld. Natürlich würde ich viel lieber vier bis fünf Offensivakteure aufstellen.“ Es mag seltsam klingen, aber: Die Offensive leidet unter den Abwehr-Ausfällen.
In Bremen begann der FC mit Dreierkette und fand erst nach der Umstellung auf Viererkette einigermaßen ins Spiel. „Wenn du hinten mit drei oder fünf verteidigst, hast du einen Spieler weniger zum Anlaufen. Dann musst du immer wieder einen Wingback rausschieben“, erklärte Kwasniok im Anschluss – wohlwissend, dass der FC mit voller Kapelle zum Saisonstart im 3-4-3-System mehrfach überzeugt hatte.
Die Startelf verändert sich erneut
Doch da die Verletzungssorgen zunächst anhalten, bleibt der Kölner Coach wohl bis zur Winterpause sowohl in personeller als auch in systematischer Hinsicht ein Trainer auf der Suche. Im Heimspiel gegen St. Pauli (Samstag, 15.30 Uhr) muss Kwasniok schon allein aufgrund des Ausfalls von Dominique Heintz erneut umbauen. Die Fahndung nach der „bestmöglichen Konstellation“ wird ihn weiterhin beschäftigen.








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