Krauß widerlegt Trainer: „Am Ende kann ich auch was am Ball“

Tom Krauß mit Rav van den Berg in Bremen. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)
Tom Krauß mit Rav van den Berg in Bremen. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)

Tom Krauß musste sich zuletzt gedulden. In Bremen wurde der Mittelfeldspieler des 1. FC Köln wieder eingewechselt und zeigte, dass er dem FC helfen kann.

Es waren überraschende Aussagen von Lukas Kwasniok vor dem Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim SV Werder Bremen. Tom Krauß sei gerade keine Option für die Startelf, weil er nicht zu Eric Martel als Nebenmann auf der Doppelsechs passe, da er spielschwächer sei als Isak Johannesson und Denis Huseinbasic.

„Tom bringt Qualitäten mit, die wir brauchen“, hatte Kwasniok zwar erklärt. „Dennoch ist es in der Konstellation mit Eric Martel auf der Sechs so, dass ich die Kombination Krauß/Martel nicht so sehr sehe, weil das Fußballerische von Denis Huseinbasic oder Isak Johannesson abgedeckt werden muss. Die Kombination ist von Beginn an gerade weniger gefragt, aber im Laufe des Spiels könnte sie umso wichtiger werden.“

Krauß besser als Johannesson

Am Samstag widerlegte Krauß seinen Trainer in seiner ersten Aussage, bestätigte ihn aber in der zweiten – denn in der Tat wurde Krauß im Laufe des Spiels umso wichtiger für den FC. Denn nach der katastrophalen ersten Halbzeit nahm Kwasniok Johannesson vom Feld, dem überhaupt nichts gelungen war, und brachte Krauß. Das Ziel: mehr Körperlichkeit, mehr Konsequenz, aber auch eine hohe Ballsicherheit.

Die Folge: Krauß hatte in den zweiten 45 Minuten 50 Prozent mehr Ballaktionen als Johannesson vor der Pause, kommt über die gesamte Saison bislang ohnehin auf eine bessere Passquote als der Isländer und konnte am Samstag dazu beitragen, dass die Geißböcke das Spiel an sich rissen und am Ende noch zum Ausgleich kamen.

Krauß gesteht: „Das war nicht einfach“

„Der Trainer wollte mit mir eine gewisse Stabilität reinbringen“, sagte Krauß hinterher. „Mit Eric und mir hatten wir zwei Spieler, die viele Bälle abgreifen können. Ich habe die letzten zwei Spiele 90 Minuten auf der Bank verbracht. Das war nicht einfach. Jetzt war es gut, dass ich mich zeigen konnte. Der Trainer hat mir gesagt, dass er von mir eine gewisse Energie braucht, und ich glaube, dass jeder weiß, dass es meine Stärken sind.“

Angesprochen auf die vorherigen Aussagen seines Trainers unter der Woche, wollte Krauß sich nicht ausführlich äußern. „Keine Ahnung, das ist die Meinung vom Trainer gewesen. Für mich gilt nur zu zeigen, dass ich da bin, wenn er mich braucht.“ Allerdings konnte sich der 24-Jährige dann doch nicht verkneifen, noch hinterher zu schieben: „Am Ende kann ich auch was am Ball.“ Und so dürfte sich Krauß wieder in den Fokus gespielt haben, um nächste Woche gegen den FC St. Pauli wieder eine Option für die Startelf zu sein.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
24 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete