Der 1. FC Köln lässt gegen den FC St. Pauli den sicher geglaubten Sieg liegen. Said El Mala glänzt einmal mehr, doch am Ende patzt die Abwehr. Die Noten und Zeugnisse in der Einzelkritik.
Aus Müngersdorf berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
Tor & Abwehr
Marvin Schwäbe
Schwäbe musste 90 Minuten lang keinen einzigen Ball halten. Seine Vorderleute hatten die harmlosen Paulianer im Griff. Dann kam die allerletzte Minute – und Schwäbe rutschte beim eigentlich ungefährlichen Kopfball von Jones weg. So schlug der Ball ein, den der FC-Keeper sonst ohne Mühe gehalten hätte. Bitter für Schwäbe!
GEISSBLOG-Note: 3,5
Sebastian Sebulonsen
Sebulonsen rückte in die Kölner Dreierkette. Im Mann gegen Mann dank seines Tempos meist auf Ballhöhe. Bekam nach El Mala und Waldschmidt noch die Schusschance bei der Riesenchance des FC in der 21. Minute. Hielt bis in die Schlusssekunde seine Position, ging dann aber gegen Jones gar nicht erst zum Kopfballduell hoch.
GEISSBLOG-Note: 4,5
Eric Martel
Martel übernahm in der Dreierkette das Zentrum und rückte im Mann gegen Mann zunächst auf Irvine raus. Klärte gegen Klaas. Hatte im Zentrum alles im Griff. Wenig Ideen im Spielaufbau.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Rav van den Berg
Rav van den Berg begann auf der linken Seite der Dreierkette und ließ defensiv praktisch nichts zu. Im Spielaufbau überschaubar und zurückhaltend. Klärte nach 80 Minuten einen Schuss aus der zweiten Reihe mit viel Einsatz per Grätsche.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Kristoffer Lund (ab 88.)
Lund kam in der 88. Minute für Waldschmidt und sollte das 1:0 mit über die Zeit bringen. Das gelang nicht, woran er aber keine Schuld hatte.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Mittelfeld
Jan Thielmann
Thielmann spielte auf der rechten Schiene, arbeitete gegen Oppie aufmerksam zurück. Klärte den Freistoß der Gäste, der zum Konter zum 1:0 führte. Der FC griff praktisch überhaupt nicht über die rechte Seite sein, sodass Thielmann vor allem bei langen Bällen aufmerksam sein musste. Konnte die letzte Flanke nicht mehr verhindern.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Tom Krauß
Krauß durfte nach seiner guten Leistung in Bremen nun von Beginn an ran. Auf der Sechs räumte er aufmerksam ab, verteidigte immer gut gut nach vorne, fand mit seinen Pässen in die Spitze aber nicht immer die nötigen Abnehmer. Bekam in der zweiten Halbzeit einen Schlag auf den rechten Knöchel. Versuchte es noch mal, wirkte aber gehemmt. Musste schließlich angeschlagen ausgewechselt werden.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Denis Huseinbasic
Huseinbasic kehrte in die Startelf zurück und sollte neben Krauß für die Offensivaktionen im Mittelfeld-Zentrum sorgen. Tat sich schwer im Ballbesitz, fand nur wenige Lösungen im Spiel nach vorne. Ging schließlich für Johannesson vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Jakub Kaminski
Kaminski spielte auf der linken Schiene und musste offensiv anderen Spielern den Vortritt lassen. Dafür war er zunächst auch nicht die Bedrohung, die er sein kann. Selten so aktiv wie bei seiner Flanke auf El Mala kurz vor der Halbzeitpause. Nach der Pause mit mehr Vorwärtsdrang, suchte die Tiefe und schaffte so Räume für seine Mitspieler.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Isak Johannesson (ab 74.)
Johannesson saß, wie von Kwasniok angekündigt, zunächst auf der Bank und kam für die Schlussviertelstunde für Huseinbasic. Versuchte noch einmal für ein paar feine Bälle zu sorgen, musste aber vor allem gegen den Ball arbeiten.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Linton Maina (ab 82.)
Maina kam in der 82. Minute für El Mala. Hätte in der Schlussminute beinahe noch seine Aktion bekommen, konnte sich im Strafraum nach einem schönen Antritt aber nicht durchsetzen (90.). Schaltete bei Paulis Chance in der Nachspielzeit zu früh ab.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Florian Kainz (ab 82.)
Kainz kam den angeschlagenen Krauß. Hatte in der Nachspielzeit nur das Auge für das Tor, statt auf Johannesson quer zu legen, der das leere Tor vor sich gehabt hätte.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Angriff
Marius Bülter
Bülter begann überraschend links, während El Mala auf der Neun startete. Leitete die riesige Dreifach-Chance mit seiner Flanke von links ein (21.). Darüber hinaus immer wieder Zielspieler, wirkte aber links eher verschenkt. Rückte später häufiger ins Zentrum, wo er aber auch bei langen Bällen nicht wirklich in die Partie fand. Ging schließlich für Ache raus.
GEISSBLOG-Note: 4,5
Said El Mala
In der neunten Minute mit der ersten Großchance, legte sich bei einem Pass in seinen Lauf den Ball im entscheidenden Moment zu weit vor, sodass Vasily parieren konnte. Hatte Pech, dass Vasily sensationell parierte (21.). Dann mit dem wunderschönen Sprint über 60 Meter und dem Schuss ins Glück 1:0! Ging in der Schlussphase vom Feld, konnte am Ende aber nicht jubeln.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Luca Waldschmidt
Waldschmidt rückte in die Startelf und übernahm die rechte Seite. Hatte nach Vasilys Parade die Nachschusschance, die er aus vier Metern aber nicht über die Linie brachte und letztlich am Pfosten scheiterte (21.). Legte mit seinem Befreiungsschlag auf El Mala das 1:0 auf. Hätte das 2:0 erzielen müssen, als Ache verlängerte und Waldschmidt durchstarten konnte – sein Abschluss aus bester Position aber zu schwach (79.).
GEISSBLOG-Note: 3,0
Ragnar Ache (ab 74.).
Ache kam für Bülter in die Partie und sollte mit seiner Kopfballstärke noch einmal mehr als Zielspieler agieren und bei Standards absichern. Verlängerte perfekt auf Waldschmidt, der die Chance nicht nutzen konnte (79.). Hätte das 2:0 erzielen müssen, scheiterte aber an Vasily.
GEISSBLOG-Note: keine Note







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