Kwasniok plant „Rolle rückwärts“: Findet FC mit dieser Änderung in die Spur?

Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund. (Foto: Bucco)
Sebastian Sebulonsen und Kristoffer Lund. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln will sich mit einem Heimsieg gegen Union Berlin in die Weihnachtspause verabschieden. In personeller Hinsicht kündigt Lukas Kwasniok eine „Rolle rückwärts“ an.

Lukas Kwasniok will die Stimmung unterm Tannenbaum nicht am Ergebnis gegen Union Berlin festmachen: „Wir werden unser Weihnachtsfest nicht anhand eines Spiels bewerten.“ Doch der Trainer des 1. FC Köln weiß vor der finalen Partie des Jahres am Samstagnachmittag natürlich: „Wenn du dich mal zehn bis 14 Tage nicht siehst, gehst du mit einem Sieg gelöster in die Pause. Dadurch, dass Weihnachten vor der Tür steht, wäre es für alle ein besinnlicheres Fest.“

Sollte der fünfte Saisonerfolg gelingen, würden 19 Punkte auf dem Gabentisch liegen. Das wäre bereits vor den letzten beiden Hinrunden-Duellen die halbe Miete für den Klassenerhalt – und würde nach fünf Spielen ohne Sieg rund ums Geißbockheim fraglos für Erleichterung sorgen.

Mehrere Wechsel deuten sich an

Anders als am vergangenen Samstag in Leverkusen, als Kwasniok zum ersten Mal überhaupt keine Wechsel im Vergleich zur Vorwoche unternommen hatte, dürfte er seine Startelf nun auf mehreren Positionen umbauen. Ragnar Ache im Sturm und Isak Johannesson in der Mittelfeldzentrale sind Kandidaten, Linksverteidiger Kristoffer Lund ebenfalls.

Auf den Schienen hatte Kwasniok – anders als zu Saisonbeginn – zuletzt auf Jan Thielmann und Jakub Kaminski gesetzt, dafür Lund auf die Bank und Sebastian Sebulonsen in die Innenverteidigung beordert. Immer wieder betont der FC-Trainer, wie bedeutend die Außenverteidiger in seinem System sind. Sie sollen Torgefahr ausstrahlen und zu „Gamechangern“ werden. Genau deswegen nahmen die offensiven Kaminski und Thielmann diese Rollen ein.

Was plant Kwasniok auf den Außenbahnen?

Nun kündigt Kwasniok ein Umdenken an: „Die Wingbacks, die wir verpflichtet haben, sind der Bundesliga angepasst worden“, spricht er die Verpflichtungen von Lund und Sebulonsen an: „Wir sind Aufsteiger, es geht nur um den Klassenerhalt. Auch wenn der gute Saisonstart dem einen oder anderen die Sinne vernebelt hat, gilt es, defensive Stabilität an den Tag zu legen.“

Dafür sieht er Lund und Sebulonsen eher geeignet als für die Gamechanger-Rolle. „Du hast mit Lund und Seb zwei extrem starke, stabile und schnelle Spieler“, so Kwasniok, der mit Kaminski und Thielmann probiert hatte, „mehr zu initialisieren“. Seine Erkenntnis: „Das geht leider zulasten der defensiven Stabilität. Deswegen wird es jetzt erst einmal wieder darum gehen, eine Rolle rückwärts zu machen und die Jungs arbeiten zu lassen – auf die Scorerquote der Schienen nicht so sehr zu achten.“ Diese „Rolle rückwärts“ könnte Lund und Sebulonsen wieder auf die Außenbahnen verfrachten.

So könnte der 1. FC Köln gegen Union Berlin beginnen: Schwäbe – van den Berg, Martel, Özkacar – Sebulonsen, Krauß, Johannesson, Lund – Kaminski, Ache, El Mala

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