Der 1. FC Köln hat sich vor Weihnachten mit 0:1 (0:0) dem 1. FC Union Berlin geschlagen geben müssen. Eine Rote Karte und ein Eckball machten gegen das Team von Steffen Baumgart am Ende den Unterschied.
Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer und Martin Zenge
Auf den Tag genau vor zwei Jahren standen sich der 1. FC Köln und der 1. FC Union Berlin ebenfalls gegenüber. Damals waren die Kölner mit Steffen Baumgart zu Gast an der Alten Försterei und verloren am Ende mit 0:2. Für Baumgart sollte es das letzte Spiel als FC-Trainer sein, einen Tag später wurde der Rostocker entlassen. Seither kehrte Baumgart schon mit dem Hamburger SV nach Müngersdorf zurück und entführte mit einem 2:1-Sieg die drei Punkte. Nach fünf Spielen ohne Sieg wollte diesmal jedoch der FC die Zähler in Köln behalten. Das Vorhaben misslang.
Tore und Highlights
Erster Durchgang: In der ersten Viertelstunde mussten die beiden Mannschaften ohne aktiven Fansupport auskommen. Aufgrund eines medizinischen Notfalls in der Südkurve stellten beide Fanlager zunächst die Unterstützung ein (der GEISSBLOG berichtete). Dem FC tat dies zunächst jedoch keinen Abbruch. Schon nach sechs Minuten hatte Jakub Kaminski die erste Chance, Frederik Rönnow konnte den Schuss jedoch entschärfen. Der Pole blieb auch im weiteren Verlauf der gefährlichste Spieler auf dem Platz. Zwei weitere Male verpasste Kaminski die Führung (24./26.). Auf der anderen Seite war Marvin Schwäbe in der ersten Halbzeit komplett beschäftigungslos. Die gänzlich destruktiv agierenden Berliner (30 Prozent Ballbesitz) fanden im Kölner Strafraum kaum statt.

Zweiter Durchgang: Wirklich hochklassiger wurde das Spiel auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Die erste Chance hatte Union Berlin in der 68. Minute, als sich Leopold Querfeld nach einer Ecke im Luftduell gegen Rav van den Berg und Dominique Heintz durchsetzte, den Ball aber nur an den Pfosten köpfte. Zwischenzeitlich wurde aufgrund eines weiteren medizinischen Notfalls auch im zweiten Durchgang der Support eingestellt. Der FC blieb dabei ohne weitere nennenswerte Chancen. Wirklich spannend wurde das Spiel erst noch einmal in der…
83. Minute: Einen Rückpass stoppte Rav van den Berg als letzter Mann mit dem Oberarm. Schiedsrichter Christian Dingert zögerte keine Sekunde und zeigte dem Niederländer sofort die Rote Karte! Livan Burcu wäre ansonsten wohl frei durchgewesen, wodurch van den Berg eine klare Torchance regelwidrig vereitelt hatte.
90+1. Minute: Und dann war es wieder ein Eckball, der dem FC das Genick brach. Zunächst konnte Lund am kurzen Pfosten klären. Aus der Distanz nahm der kurz zuvor eingewechselte Schäfer den Ball dann per Dropkick direkt und versenkte ihn im Eck zum 0:1 aus FC-Sicht. Gleichzeitig der Endstand.
Personal
So spielte der FC: Schwäbe – Sebulonsen, van den Berg, Heintz (86. Özkacar), Lund – Johannesson, Martel, Krauß (68. Huseinbasic) – Thielmann (68. El Mala), Ache (58. Bülter), Kaminski (86. Maina)
Zur Aufstellung: Im Vergleich zum Spiel gegen Bayer Leverkusen änderte Trainer Lukas Kwasniok seine Startelf auf vier Positionen. Statt Denis Huseinbasic, Luca Waldschmidt, Said El Mala und Marius Bülter begannen Isak Johannesson, Kristoffer Lund, Ragnar Ache und Dominique Heintz. Waldschmidt fehlte krankheitsbedingt sogar gänzlich im Aufgebot. Dafür feierte U19-Stürmer Fynn Schenten sein Kader-Debüt.
Fazit
Auch im letzten Spiel des Jahres hat der 1. FC Köln keine wirkliche Formsteigerung zeigen können. Einzig in den ersten 25 Minuten kamen die Kölner durch Jakub Kaminski zu drei guten Gelegenheiten. Gegen schwache Unioner war das ansonsten vor allem offensiv viel zu wenig. Am Ende war es in Unterzahl erneut ein Eckball, der dem FC zumindest einen Zähler aus der Hand riss. Damit geht der FC mit sechs sieglosen Spielen in Folge und mit 16 Punkten aus 15 Spielen in die Winterpause.







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