Heintz hilft sofort: Erobert der Routinier einen neuen Vertrag?

Dominique Heintz im Spiel gegen Union Berlin. (Foto: Bucco)
Dominique Heintz im Spiel gegen Union Berlin. (Foto: Bucco)

Dominique Heintz ist ein Phänomen. Der Innenverteidiger des 1. FC Köln hat sich auch in dieser Saison wieder zurückgekämpft und ist einmal mehr ein Helfer in der Not. Erspielt sich der 32-Jährige sogar einen neuen Vertrag?

Er war aussortiert. Dominique Heintz wusste im Laufe der Vorbereitung, dass er beim 1. FC Köln unter normalen Umständen nur noch auf wenige Einsatzminuten kommen würde. Doch ein halbes Jahr später ist der 32-Jährige einmal mehr zurück. Auch gegen Union Berlin lieferte der Routinier wieder ab.

Gegen seinen Ex-Club kehrte er nach zwei verpassten Spielen aufgrund eines Muskelfaserrisses wieder in der Startelf zurück. Man sah ihm die Pause aber nicht an. Heintz verlor in der ersten Halbzeit keinen Zweikampf. Stattdessen brachte er seine Erfahrung ein, um die defensive zu stabilisieren. Dass es am Ende nicht zu etwas Zählbarem reichte, lag nicht an ihm.

Heintz wird weiter gebraucht

„Das war ein intensives Spiel. Ich hatte nur drei Trainingseinheiten, bin praktisch von Null wieder mit Vollgas in die Mannschaft reingestartet. Ohne Rücksicht auf Verluste, weil es mir auch wieder gut ging“, berichtete Heintz nach dem Schlusspfiff. „Trotzdem ist es nicht so einfach, wenn man zweieinhalb Wochen kein Mannschaftstraining hatte. Man braucht ein paar Spiele, um wieder reinzukommen. Trotzdem habe ich mich gut gefühlt. Es war genau das Ziel, der Mannschaft zu helfen.“

Dabei dürfte es auch nach der Winterpause bleiben. Timo Hübers und Luca Kilian sind für diese Saison raus. Cenk Özkacar konnte bislang nicht überzeugen. Joel Schmied kehrt erst im Trainingslager ins Training zurück und wird noch Zeit brauchen, wieder spielfit zu sein. Dazu nun der Ausfall von Rav Van den Berg aufgrund seiner Roten Karte. Kurzum: Heintz wird weiter gebraucht.

Heintz als Alternative zu Eigengewächsen?

Dabei geht es auch um die Frage, wie es mit Heintz beim FC weitergeht. Beim FC ist man nach GEISSBLOG-Informationen einmal mehr beeindruckt, wie sich der Linksfuß zurückgekämpft hat. Für kaum einen Spieler gilt mehr als für Heintz, dass die Verantwortlichen wissen, was sie bekommen: einen loyalen Profi, der sich nie aufgibt, mit einem guten Spielaufbau und guten Zweikämpfen, aber auch ohne allzu offensiven Nach-vorne-Verteidigen, weshalb gegnerische Mannschaften wissen, dass sie den Raum vor Heintz bespielen können.

Kämpft Heintz nun womöglich sogar erfolgreich um einen neuen Vertrag? Eine Verlängerung käme aktuell zwar noch immer überraschend, zumal mit Elias Bakatukanda und Julian Pauli im Sommer zwei Innenverteidiger-Talente von ihren Leihen zurückkehren werden und mit Yannick Mausehund bereits der nächste U-Spieler nachrückt. Doch alle drei sind Rechtsfüße. Heintz ist als Linksfuß eine Seltenheit beim FC.

Brackelmann statt Heintz?

Sollte Özkacar keinen Leistungssprung machen, dürfte der FC von einer festen Verpflichtung des Türken absehen. Damit würde weiter Platz für Heintz bleiben. Möglich ist aber, dass der FC im Winter genau ein solches Profil noch einmal sucht. Die Gerüchte um Calvin Brackelmann deuten darauf hin. Sollte Brackelmann kommen, stünde mit ihm ein neuer Linksfuß im Kader und würde Heintz Konkurrenz machen. Doch Heintz schien schon häufiger außen vor – und hat sich bis heute doch immer zurückgekämpft.

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