Viele Aufgaben, wenig Zeit: So läuft das Trainingslager an der Costa Blanca

Im Estadio Olímpic Camilo Cano in La Nucia wird der 1. FC Köln in den kommenden Tagen trainieren. (Foto: IMAGO / Krieger)
Im Estadio Olímpic Camilo Cano in La Nucia wird der 1. FC Köln in den kommenden Tagen trainieren. (Foto: IMAGO / Krieger)

Es geht wieder los: Der 1. FC Köln startet am Freitag mit der Reise nach La Nucia ins neue Fußballjahr. So läuft das Winter-Trainingslager an der Costa Blanca.

13 Tage sind seit dem letzten Bundesliga-Spiel des Jahres 2025, der schmerzhaften 0:1-Niederlage gegen Union Berlin, vergangen. Für Lukas Kwasniok und die Profis des 1. FC Köln galt es, nach sechs sieglosen Partien in Serie etwas Abstand zu gewinnen und den Kopf frei zu bekommen. Nun allerdings ist es Zeit für den Neustart – gut zweieinhalb Flugstunden von der Heimat entfernt, an der spanischen Costa Blanca, wo der FC sein Winter-Trainingslager bestreitet.

Vom 2. bis zum 9. Januar wappnen sich die Geißböcke in La Nucia, nahe Alicante, für die zweite Saisonhälfte. Fünf Talente aus den U-Mannschaften gehören dem Reisetross an, der am Freitagvormittag um 11 Uhr vom Flughafen Köln/Bonn gen Süden abhebt (hier geht’s zum Trainingslager-Kader). Ein Neuzugang hingegen wird vorerst nicht mit an Bord sein.

Kwasnioks Teams sind Stammgäste in Spanien

Was erwartet Kwasniok und seine Profis in den kommenden Tagen? Auf alle Fälle ausreichend Komfort. Mit dem Barceló La Nucía Hills hat sich der FC ein mit fünf Sternen prämiertes Quartier ausgesucht. Kwasniok kennt die Unterkunft bereits aus dem Januar 2024, damals war der Fußballlehrer mit dem SC Paderborn im Barceló zu Gast.

Der Kölner Chefcoach ist ein klarer Befürworter von Winter-Trainingslagern. Vor einem Jahr hatte es ihn und die Paderborner nach Benidorm gezogen, wenige Kilometer von La Nucia entfernt. Der FC wiederum hatte zuletzt 2020 an der Costa Blanca geweilt – damals mit Markus Gisdol, ebenfalls in Benidorm. Vergangenes Jahr hatten sich die Verantwortlichen für Estepona, nahe Marbella, entschieden.

Da die Winterpause äußerst kurz ausfällt, steht den FC-Profis kein klassisches Trainingslager bevor. Vielmehr handelt es sich um eine fast reguläre Vorbereitungswoche auf das anstehende Bundesliga-Spiel beim 1. FC Heidenheim – nur eben in Spanien statt am Geißbockheim. Wettertechnisch sollten sich die Reisestrapazen auszahlen, obwohl für La Nucia zunächst einige Regentage angesagt sind. Sieben bis 15 Grad und etwas Niederschlag klingen dennoch deutlich besser als Temperaturen rund um den Gefrierpunkt und womöglich Schnee in Köln.

Wie vor einem Jahr wartet Lugano

Als Trainingsstätte steht dem FC die Anlage am Estadi Olimpic Camilo Cano zur Verfügung, die erste Einheit ist für 16.30 Uhr angesetzt. Das Stadion, das Platz für 3.000 Zuschauer bietet, ist die Heimspielstätte des fünftklassigen CF La Nucia. Hier treffen die Kölner am Montagnachmittag (ab 15.30 Uhr im GEISSBLOG-Liveticker) auch auf den FC Lugano. Das Testspiel gegen den drittplatzierten der Schweizer Super League dient als Bestandsaufnahme und Generalprobe zugleich – wie im Vorjahr, als man sich in Marbella 3:3 von Lugano trennte.

Begleitet wird der FC von 30 bis 40 Anhängern. Diese werden pro Tag wohl eine Einheit beobachten können, eben wie in einer herkömmlichen Trainingswoche vor einem Bundesliga-Spiel. Die Themen, denen sich Kwasniok widmen muss, sind bekannt: Es sind Baustellen wie die Standardschwäche, die Balance zwischen Defensive und Offensive sowie auch die fehlende Durchschlagskraft, wenn Said El Mala mal nicht in Fahrt kommt, die es zu bearbeiten gilt.

Nutzen die Talente ihre Chance?

Der Trainer wird die gemeinsame Zeit in Spanien allerdings auch für zahlreiche Gespräche nutzen, um seinen Spielern auf den Zahn zu fühlen – sei es formschwachen Akteuren wie Alessio Castro-Montes und Kristoffer Lund oder auch Ragnar Ache, der zuletzt nach seiner Auswechslung gegen Union Berlin völlig frustriert auf der Bank saß (der GEISSBLOG berichtete).

Zudem bietet sich den mitreisenden U-Talenten Mikolaj Marutzki, Yannick Mausehund, Cenny Neumann, Fynn Schenten und Bernie Lennemann die große Chance, sich für höhere Aufgaben in Stellung zu bringen.

Nach einer Woche in Spanien werden sich die Wege der insgesamt 28 Spieler, die in La Nucia dabei sind, vorerst trennen. Jene 20, die Kwasniok gegen Heidenheim in den Kader beruft, reisen aus Alicante ins bayerische Memmingen, an der Grenze zu Baden-Württemberg. Auch die Youngsters können sich natürlich für das Bundesliga-Aufgebot empfehlen und so für Überraschungen sorgen. Für die Spieler, die nicht zum Heidenheim-Kader zählen, geht es am 9. Januar zurück nach Köln.

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