Transfer in der Warteschleife: FC macht sich das Leben selbst schwer

Thomas Kessler in Heidenheim. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
Thomas Kessler in Heidenheim. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

Der 1. FC Köln sucht auf dem Transfermarkt händeringend nach einem weiteren Abwehrspieler. Doch die Geißböcke brauchen mehr Zeit als geplant. Auch die Unruhe um Lukas Kwasniok hat geschadet.

Eigentlich wollte der 1. FC Köln im Trainingslager in Spanien zwei Innenverteidiger präsentieren: einen erfahrenen Erstliga-Verteidiger, der im Bestfall schon Bundesliga gespielt hat (Wunschspieler war Sebastiaan Bornauw), und einen talentierten Verteidiger mit großen Potenzial, der überraschen könnte (es kam Jahmai Simpson-Pusey).

Nun ist Simpson-Pusey schon eine Woche beim FC, doch der erfahrene Innenverteidiger lässt weiter auf sich warten. Nach GEISSBLOG-Informationen steht kein Transfer unmittelbar vor dem Abschluss, die Gespräche laufen jedoch mehrgleisig. Die Geißböcke haben offenbar drei Spieler im Visier, mit denen gesprochen wird. Doch es hängt nicht nur am FC.

Misstrauen sorgt für Fragezeichen

Wie im Wintertransferfenster häufig üblich, zögern abgebende Vereine, warten selbst auf geplante Neuzugänge. Alles zieht sich in die Länge. So auch jetzt beim FC, der sich in Geduld üben muss. In Leeds hat sich Sebastiaan Bornauw eine Leistenverletzung zugezogen – offenbar nichts Schwerwiegendes, und doch muss der Belgier untersucht werden. Die Diagnose war am Dienstag noch offen.

Am Dienstagabend berichtete Transferexperte Fabrizio Romano, dass der FC sich auch um Stefan Posch bemühen würde. Der Österreicher, der 109 Bundesliga-Spiele für die TSG Hoffenheim absolviert hat, ist aktuell vom FC Bologna an Como 1907 ausgeliehen (Leihe mit Kaufpflicht). Dort aber kommt der 28-Jährige nur sporadisch zum Spielen (drei Startelf- und zehn Joker-Einsätze). Ein Leihabbruch in Como und eine halbjährige Leihe zum FC wären möglich.

https://twitter.com/FabrizioRomano/status/2011176771694313515

Neuzugang bis zum Freiburg-Spiel da?

In den Verhandlungen hat allerdings auch nicht geholfen, was hinter den Kulissen beim FC zuletzt los war. Das Misstrauen der Fans gegenüber Lukas Kwasniok machte deutschlandweit die Runde. Auch, dass Kessler seinen Vertrag noch nicht verlängert hat und letzte Woche im Trainingslager offen blieb, ob sich der Sportdirektor mit dem FC einigen werde, machte keinen guten Eindruck auf Spieler und Berater. Schließlich wollen diese wissen, mit wem sie verhandeln und wer künftig die sportliche Leitung inne hat.

Der FC machte es sich also in den letzten Tagen auf dem Transfermarkt auch selbst schwer. Nichtsdestotrotz soll möglichst bis Ende der Woche eine Entscheidung fallen, damit der neue Spieler in der kommenden Woche ins Training einsteigen und beim Auswärtsspiel in Freiburg am 19. Spieltag dabei sein kann.

Immerhin: Am Samstag werden die am Mittwoch noch gesperrten Eric Martel und Rav van den Berg wieder mitwirken können. Dann zumindest könnte die Dreierkette vorübergehend aus Martel im Zentrum, van den Berg rechts und Simpson-Pusey links bestehen. Sebastian Sebulonsen wäre dann wieder für die rechte Schiene frei, während Cenk Özkacar (wird gegen den FC Bayern in der Startelf stehen) der erste Back-up in der Innenverteidigung wäre.

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