Hat der 1. FC Köln mit Jahmai Simpson-Pusey das erhoffte Innenverteidiger-Juwel gefunden? Nach dem Blitzstart des 20-Jährigen stellt sich schnell die Frage: Wird der FC die Kaufoption ziehen?
Jahmai Simpson-Pusey hat sich beim 1. FC Köln in kürzester Zeit einen Stammplatz erarbeitet. Der Engländer ist gerade erst zwei Wochen ein Geißbock, und doch durfte der Innenverteidiger nicht nur alle drei Bundesliga-Spiele des Jahres bestreiten, er gehörte in diesen Partien auch jeweils zu Kölns Besten. Ein Blitzstart, den selbst die Verantwortlichen nicht sofort haben kommen sehen.
Als Simpson-Pusey im Trainingslager der Geißböcke in Spanien aufschlug, schien klar: Der 20-Jährige könne zwar eine Verstärkung werden, werde aber aufgrund fehlender Spielpraxis und Erfahrung keine Soforthilfe sein. Wie auch? Bei Celtic Glasgow zuvor ein halbes Jahr nur auf der Bank, bei Manchester City zwar ein Toptalent, aber auch dort ohne regelmäßige Einsätze.
Pep-Guardiola-Schule ist zu erkennen
Entsprechend zurückhaltend äußerte sich Lukas Kwasniok in La Nucia noch zu den Qualitäten seines neuesten Spielers. Das änderte sich jedoch schnell. Schon nach dem 2:2 in Heidenheim stellte der FC-Trainer dem 20-Jährigen ein gutes Zeugnis aus. Nach dem 1:3 gegen die Bayern war Kwasniok begeistert und nach dem 2:1 gegen Mainz dankte der 44-Jährige seinem Sportdirektor Thomas Kessler öffentlich für den Transfer.
Was macht Simpson-Pusey so stark? Der Rechtsfuß zeigte sich bislang zweikampfstark, passsicher, ruhig und gleichzeitig mutig im Spielaufbau und mit einer guten Wahrnehmung für Mitspieler, Gegenspieler und Räume. Die Pep-Guardiola-Schule ist deutlich zu erkennen, der englische U-Nationalspieler spielt keine unkontrollierten Bälle, will immer Lösungen finden und demonstriert mit seinen 20 Jahren ein erstaunliches Spielverständnis.
City wollte eigentlich 20 Millionen Euro
Kein Wunder, dass man beim FC überaus glücklich ist mit diesem überraschend schnellen Start des Neuzugangs. Und dass man sich nun Gedanken macht, ob es tatsächlich möglich sein wird, im Sommer 2026 die Kaufoption zu ziehen, die sich die Geißböcke gesichert haben. Manchester City hatte nach GEISSBLOG-Informationen ursprünglich eine Klausel in Höhe von 20 Millionen Euro in den Vertrag einbauen wollen. Darauf ließ sich der FC aber nicht ein. Stattdessen soll sie bei rund der Hälfte liegen.
Immer noch eine hohe Summe, doch sollte Simpson-Pusey in den kommenden Wochen den gesetzten Trend fortsetzen, könnte der Engländer diese Summe ganz schnell wert sein – mit großem Potenzial nach oben. Genau darauf hatte der FC bereits im Sommer 2025 bei der Verpflichtung von Rav van den Berg gesetzt, und so könnte es nun auch bei Simpson-Pusey sein. Einziges Problem: City soll sich eine Rückkaufoption gesichert haben. Doch selbst dann würde sich der Deal am Ende für den FC lohnen und die Geißböcke würden aus dem Leihgeschäft mit einem siebenstelligen Gewinn herausgehen.








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