Der 1. FC Köln hat in der zweiten Halbzeit gegen den 1. FSV Mainz 05 auf Viererkette umgestellt. Ein Modell mit Zukunft – zumindest, wenn man den Trainingseindrücken von Mittwoch Glauben schenkt.
In den ersten 18 Bundesliga-Spielen der Saison 2025/26 hat Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln gerade einmal vier Mal mit einer Viererkette begonnen. Eigentlich setzt der Trainer am liebsten auf eine Dreierkette im 3-4-3-System mit zwei Schienenspielern und einer offensiven Dreier-Reihe im Angriff. Nach einer offensiv harmlosen ersten Halbzeit gegen den 1. FSV Mainz 05 stellte Kwasniok jedoch zur Pause um.
Der FC agierte fortan mit Viererkette und zwei klaren Sturmspitzen in Person von Ragnar Ache und Marius Bülter. Gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf entwickelten die Kölner prompt mehr Durchschlagskraft und kamen zu zahlreichen gefährlichen Aktionen, die letztlich mit einem 2:1-Sieg belohnt wurden.
Kwasniok lässt im 4-4-2 trainieren
Könnte die Viererkette mit einem klassischen 4-4-2 am Ende also ein Modell mit Zukunft für den Aufsteiger sein? Zumindest gegen den SC Freiburg deutet einiges darauf hin, dass Kwasniok seine Mannschaft erneut mit einer Viererkette auf den Platz schicken wird. Im Training am Mittwoch ließ der Trainer rund eine halbe Stunde lang im Elf-gegen-Elf mit zwei Viererketten gegeneinander spielen.
Dafür zog der 44-Jährige auch noch einmal drei Youngsters nach oben, um mit 22 Spielern über den großen Platz spielen zu können. Da Said El Mala und Denis Huseinbasic krankheitsbedingt fehlten und auch Jahmai Simpson-Pusey nach seinen muskulären Beschwerden nicht trainieren konnte, durften sich noch einmal Yannick Mausehund, Cenny Neumann und Bernie Lennemann zeigen. Das Trio war seit dem Trainingslager in spanischen La Nucia nicht mehr bei den Profis gewesen.
Sebulonsen neben van den Berg
Neumann und Lennemann agierten dabei im weißen Team von Torhüter Marvin Schwäbe. Neumann spielte in der Viererkette als Rechtsverteidiger neben Sebastian Sebulonsen und Rav van den Berg, links agierte Kristoffer Lund. Die Doppelsechs bildeten in dieser Mannschaft Eric Martel und Isak Johannesson, während Bernie Lennemann (rechts) und Florian Kainz (links) die Flügel beackerten. Im Sturm teilten sich schließlich wie schon im zweiten Durchgang gegen Mainz Ragnar Ache und Marius Bülter die Doppelspitze. Beide hatten in der laufenden Saison bislang lediglich im DFB-Pokalspiel gegen die Bayern gemeinsam von Beginn an auf dem Platz gestanden.
Im anderen Team agierten Yannick Mausehund und Cenk Özkacar vor Torhüter Ron-Robert Zieler in der Innenverteidigung. Auf den Außenverteidigerpositionen spielten Alessio Castro-Montes und Youssoupha Niang, während Tom Krauß und Jakub Kaminski auf der Sechs agierten. Jan Thielmann und Linton Maina übernahmen die Flügelpositionen, Luca Waldschmidt und Fynn Schenten spielten im Angriff.
Bleibt es beim Doppelsturm Ache/Bülter?
Durchgetauscht wurde während des Elf-gegen-Elf nicht, auch die Formation wurde nicht verändert. So liegt zumindest die Vermutung nahe, dass der FC am Sonntagabend gegen den SC Freiburg erneut auf die Viererkette und womöglich auch den Doppelsturm mit Bülter und Ache setzen wird. Durch den möglichen krankheitsbedingten Ausfall von Said El Mala (fehlte am Mittwoch weiterhin) könnte dabei auch Kaminski auf seiner favorisierten Position als klassischer Linksaußen beginnen.
Schon das Hinspiel gegen Freiburg war eines der vier Spiele, in denen der FC mit Viererkette aufgelaufen war und den Gegner damit durchaus überraschen konnte. Damals bildeten van den Berg und Hübers die Innenverteidigung. Nun könnte es auf den Niederländer und Sebastian Sebulonsen hinauslaufen. Zumindest, sollte Jahmai Simpson-Pusey seine muskulären Beschwerden bis Sonntag nicht in den Griff bekommen haben.





Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!