Der 1. FC Köln muss erneut eine Muskelverletzung auffangen. Hat der FC ein wiederkehrendes Problem? Derweil meldet sich Marius Bülter für RB Leipzig fit.
Jan Thielmann, Dominique Heintz, Joel Schmied, erneut Dominique Heintz, Jahmai Simpson-Pusey und nun Alessio Castro-Montes: Der 1. FC Köln beklagt schon zum sechsten Mal in dieser Saison eine Muskelverletzung – zum fünften Mal seit Anfang Dezember.
Neben den schweren Verletzungen von Timo Hübers und Luca Kilian (beide Knie) sowie Rav van den Berg und Youssoupha Niang (beide Schulter) waren es diese Ausfälle aufgrund muskulärer Verletzungen, die den FC hart trafen. Nun schon wieder, da der gerade erst erstarkte Castro-Montes wochenlang fehlen. Haben nicht nur die Spieler, sondern auch die Geißböcke ein strukturelles Problem?
Spieler ließen sich nicht sofort untersuchen
Für Lukas Kwasniok gibt es keinen Grund, die Belastung und Steuerung seiner Spieler zu verändern. „Nach einer englischen Woche gibt es Fragen, warum zum Beispiel Monti nicht gegen die Bayern gespielt hat“, sagte der FC-Trainer am Freitag. „Bei Jahmai hatte ich keine andere Wahl. Es gibt schon Gründe, warum mal einer nicht spielt“.
Das Problem bei Simpson-Pusey und Castro-Montes: Beide Spieler hatten nach GEISSBLOG-Informationen bereits in den Spielen gegen Mainz und Wolfsburg jeweils etwas muskulär gespürt, hatten dies aber nicht sofort gemeldet, weil sie sich keine Sorgen gemacht hatten. Daher wurden sie nicht sofort untersucht. Erst nach jeweils einem weiteren Training mussten sie dann ins MRT und fallen nun aus.
Das Problem mit den Muskelverletzungen
Schmied hatte sich gegen Frankfurt nach einer unglücklichen Bewegung die Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung zugezogen. Auch bei Heintz war es eine Verletzung im Anschluss an einen Zweikampf. Einzig, dass der Innenverteidiger am Ende des Trainingslagers in Spanien einen Rückschlag erlitt, kann als Folgeverletzung gewertet und somit auf eine möglicherweise falsche Belastung zurückgeführt werden.
Kwasniok betonte zudem, dass „Muskelverletzungen zunehmen werden“, weil die Diagnostik immer besser werde und muskuläre Probleme immer früher erkannt werden würden. So würden Spieler künftig eher früher, dafür kürzer aus dem Trainingsbetrieb genommen werden. „Früher haben die Spieler gespielt, bis der Muskel wirklich durch war. Jetzt nehmen wir sie raus, damit nichts Schlimmeres passiert. Bei Monti war es die Summe der Spiele, nachdem er länger nicht gespielt hat. Bei Jahmai war es ähnlich. Das lässt sich nicht so leicht verhindern, vor allem, wenn die Spieler performen.“
Bülter fit, Sebulonsen in der Zentrale
So muss Kwasniok nun erneut auf einen Spieler wochenlang warten, ehe dieser zurückkehrt. Immerhin: Während Heintz und Simpson-Pusey noch im Aufbautraining sind, wird Joel Schmied in die Mannschaft zurückkehren – wenn auch nicht als Startelf-Option. „Joel ist auf jeden Fall eine Kaderoption, aber sein letztes Spiel war gegen Frankfurt. Ihn dann direkt gegen die extrem schnellen Leipziger zu bringen, wäre fahrlässig. Joel wird nicht beginnen.“
Stattdessen wird erneut Sebastian Sebulonsen in der Defensiv-Zentrale starten, wohl in einer Dreierkette. „Seb wird im zentralen Bereich agieren. Rechts werden wir eine andere Lösung finden“, sagte Kwasniok. Und auch Marius Bülter wird im Kader stehen. Der Stürmer hatte sich am Mittwoch im Training am Knie verletzt und Donnerstag pausiert. „Bülti hatte sich in einem Zweikampf das Knie verrenkt. Da hatte ich Schlimmeres befürchtet, aber er war heute problemlos auf dem Trainingsplatz. Da haben wir im MRT nichts finden können.“







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