„Nicht von der Hand zu weisen“: FC auf Ursachenforschung dieser Misere

Die medizinisch-athletische Abteilung hat beim 1. FC Köln derzeit alle Hände voll zu tun. (Foto: IMAGO / Huebner)
Die medizinisch-athletische Abteilung hat beim 1. FC Köln derzeit alle Hände voll zu tun. (Foto: IMAGO / Huebner)

Der 1. FC Köln hat gegen den FC Augsburg erneut mindestens sieben Ausfälle zu beklagen – vier davon muskulär-bedingt. Angesichts der Häufung dieser Verletzungen will sich der Club nun auf Ursachenforschung begeben.

Woher kommen die zahlreichen Muskel-Verletzungen beim 1. FC Köln? Dieser Frage will der Club nach den erneuten personellen Rückschlägen nun intensiv nachgehen. Sieben Spieler haben sich seit der Winterpause bereits mit strukturellen Verletzungen oder mindestens muskulären Problemen abmelden müssen und Spiele verpasst. Mit Said El Mala, dessen Einsatz mit einer Verhärtung am Freitagabend in Augsburg noch „fraglich“ (Lukas Kwasniok) ist, käme ein achter FC-Profi hinzu.

„Das ist eine ganz kuriose Situation, die ich in der Form noch nicht erlebt habe“, gab auch der FC-Trainer am Mittwoch zu, nachdem sich binnen weniger Tage mit Sebastian Sebulonsen, Jan Thielmann und Joel Schmied erneut drei weitere Spieler mit Muskelfaserrissen für die nächsten Wochen abgemeldet haben. Kwasniok gab dabei an, „ganz klar auf der Suche der nach Ursache“ für diese Misere zu sein.

Mit dem Derby fing die Misere an

Bis zum Derby gegen Borussia Mönchengladbach am 8. November hatte der FC dabei überhaupt keine muskulär-bedingten Ausfälle zu beklagen. Dann musste zunächst Jan Thielmann aussetzen, ehe sich im Dezember noch Joel Schmied und Dominique Heintz dem Lazarett anschlossen. Ab Januar begann schließlich die große Seuche: Erst meldete sich erneut Heintz ab, nachdem dieser erst kurz vor Weihnachten sein Comeback gefeiert hatte. Dann folgten Jahmai Simpson-Pusey, Alessio Castro-Montes und Youssoupha Niang. Und nun also Sebulonsen, Schmied, Thielmann und womöglich El Mala.

Diese Häufung an muskulären Verletzungen ist auch laut Kwasniok „nicht von der Hand zu weisen.“ Allerdings sei es nicht so einfach, die Gründe in der Kürze der Zeit zu eruieren. „Es ist immer ein Sammelsurium von Fakten“, meinte der Trainer, der insbesondere auch die Intensität der Bundesliga und der eigenen Spielart, „voll dagegenzuhalten“, anführte. „Dann sind die Jung voll am Anschlag. In der Summe der Spiele und Trainingseinheiten ist es so, dass es an der ein oder anderen Stelle zu einer Muskelverletzung kommt, die meistens nicht schwerwiegend sind, die Jungs damit aber drei Wochen ausfallen.“ Kwasniok sprach dabei von kleineren Muskelfaserrissen.

FC will jeden Stein umdrehen

Intern will man am Geißbockheim nun jeden Stein umdrehen, um speziell bis zum Endspurt der Saison gewappnet zu sein und die Häufigkeiten an vermeidbaren Verletzungen zu reduzieren. Auch die unterschiedlichen Platz-Bedingungen im RheinEnergieStadion, dem Franz-Kremer-Stadion und dem Trainingsplatz 1, über die in der Vergangenheit schon häufiger geklagt wurde, sollen dabei noch einmal unter die Lupe genommen werden. Einem Aspekt spricht Lukas Kwasniok aber keine Schuld zu: „Die medizinisch-athletische Abteilung hier ist absolut top“, versicherte der Trainer abschließend.

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