Plötzlich Startelf? „Seine Qualitäten könnten vermehrt gefragt sein“

Felipe Chavez (re.) auf der Bank des 1. FC Köln im RheinEnergieStadion. (Foto: Bucco)
Felipe Chavez (re.) auf der Bank des 1. FC Köln im RheinEnergieStadion. (Foto: Bucco)

Felipe Chávez hat bislang eine Minute für den 1. FC Köln in der Bundesliga gespielt. Das Talent des FC Bayern München will mehr – und könnte im Auswärtsspiel beim FC Augsburg mehr bekommen.

Felipe Chávez wechselte am Ende des Transferfensters im Januar zum 1. FC Köln. Als technisch beschlagener Mittelfeldspieler auf der Doppel-Sechs und der Acht sollte er den Geißböcken in der Rückrunde mehr spielerische Finesse verleihen. Doch die ersten Gegner des FC in dieser Zeit hießen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim.

Chavez, der weniger über das Tempo und über die Körperlichkeit kommt, musste daher zunächst zuschauen. Trainer Lukas Kwasniok brachte ihn lediglich kurz vor Schluss gegen Leipzig. Darüber hinaus wartet Chavez noch auf seine Chance. Und die könnte nun gegen den FC Augsburg kommen.

Erhält Chavez den Vorzug beim 1. FC Köln?

Nicht als rechter Schienenspieler, wo die Personalnot am größten ist. Dafür fehlt dem 18-Jährigen das Tempo. Sehr wohl aber könnte Chavez im Zentrum zum Zuge kommen, sofern Kwasniok eine spielerische Variante in Augsburg bevorzugen sollte. Denis Huseinbasic droht auszufallen, Isak Johannesson ist seit Wochen nicht die Hilfe, die man sich vom Isländer erhofft hatte. Und so könnte Chavez nun in den Blickpunkt rücken.

„Ich kann mir vorstellen, dass die Gesamtkonstellation in Augsburg sich verändern wird, sodass seine Qualitäten vermehrt gefragt sein könnten“, sagte Kwasniok am Mittwoch. Was er meinte: Gegen Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim musste der FC aufgrund der Spielweise der Gegner häufig große Räume und weite Wege auf dem Spielfeld verteidigen und schließen. Dafür brauchte es vor allem lauf- und zweikampfstarke Spieler. Augsburg hingegen spielt anders.

Augsburg überlässt Gegnern den Ball

In den vier Heimspielen in diesem Jahr überließ der FC Augsburg unter Manuel Baum dem Gegner immer mehr Ballbesitz – und das, obwohl diese Gegner Union Berlin, SC Freiburg, FC St. Pauli und 1. FC Heidenheim hießen. Und so darf sich wohl auch der FC in Augsburg darauf einstellen, mehrheitlich die Ballkontrolle zu erhalten. Und da kommt Chavez ins Spiel.

Womöglich nicht nur sprichwörtlich. „Er spielt eine Rolle in unseren Überlegungen“, sagte Kwasniok. „Mal schauen, ob er uns von Beginn an helfen oder uns von der Bank Impulse geben kann.“ Es wäre freilich eine Überraschung, sollte der spielstarke Bayern-Youngster wirklich von Beginn an auflaufen. Immerhin ist Augsburg auch für die rustikale Spielweise bekannt (meiste Karten aller Bundesligisten, 5.-meiste Fouls). Dazu würden Tom Krauß und Eric Martel auf der Doppelsechs besser passen. Dennoch: Kwasniok hat den Youngster im Blick – und der FC-Trainer hat schon häufiger mit seinen Aufstellungen überrascht. So auch am Freitag?

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