Der 1. FC Köln und Lukas Kwasniok dürfen sich im Abstiegskampf keine weiteren Ausrutscher leisten. Die Startelf, die den Trainer am Samstagabend in Hamburg vor dem Aus bewahren soll, dürfte klar sein.
Lukas Kwasniok war im Laufe dieser Saison häufig für personelle Überraschungen gut – manch ein Anhänger des 1. FC Köln würde wohl sagen: zu häufig. Vor dem Samstagabend-Spiel beim Hamburger SV allerdings scheint es in der Startelf der Geißböcke keine Fragezeichen zu geben.
Im Rückblick auf die starke Leistung bei der knappen 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund, mit einer kompletten Halbzeit in Unterzahl, sagt Kwasniok: „Ich möchte betonen, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, auch im Elf-gegen-elf.“ Er kündigt an: „Deshalb wird sich an der grundsätzlichen Formation nicht so viel verändern. Ich habe nicht vor, auf mehreren Positionen etwas zu verändern – dafür war die Leistung einfach zu gut.“
Özkacar für Simpson-Pusey
Sollte Kwasniok tatsächlich nicht „mehrere Positionen“ tauschen wollen, verrät dieser Satz im Grunde die komplette FC-Elf. Schließlich ergibt sich ein Wechsel im Vergleich zur Vorwoche von alleine: Jahmai Simpson-Pusey fehlt aufgrund seiner Rotsperre. Aus dem Ersatz macht der FC-Trainer kein Geheimnis: „Cenk Özkacar wird spielen.“
Sebastian Sebulonsen ist nach seinem Muskelfaserriss zwar zurück und könnte als einziger fitter Rechtsverteidiger den „Notnagel“ Tom Krauß in der Viererkette ablösen – doch Kwasniok klingt eher, als würde der Norweger zunächst auf der Bank Platz nehmen. Man müsse abwägen: „Wenn er anfängt, wäre er in der Lage, 90 Minuten zu spielen oder besteht nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn runternehmen muss, damit er sich nicht wieder in der Muskulatur verletzt?“
Am ehesten wäre wohl noch Linton Maina, der gegen den BVB sein Comeback nach einem Rippenbruch feierte, eine Alternative für die Startelf, wo er Youssoupha Niang verdrängen könnte. „Linton ist natürlich noch mal ein Stück weiter. Er hat das gegen Dortmund gut gemacht, hat das Spiel durchaus belebt. Er ist schon eine Option“, so Kwasniok. Doch auch Niang legte am vergangenen Samstag bei seinem Startelf-Debüt einen erfrischenden Auftritt hin und hätte sich eine weitere Nominierung verdient.
Van den Berg und Ache mit „besten Spielen“
Generell ließ Kwasniok bereits direkt nach der bitteren BVB-Niederlage durchklingen, dass es im weiteren Saisonverlauf weniger Wechsel geben könnte – dass die Pfeiler für seine Endspurt-Elf stehen. „Das war das beste Spiel von Rav van den Berg. Ragnar Ache war brutal im Festmachen von Bällen, im Weiterleiten und Aktionen einleiten – aus meiner Sicht auch sein bestes Spiel“, lobte der 44-Jährige nach dem 1:2 gegen Dortmund.
Auch Said El Malas viel diskutierte Defensivarbeit sei an diesem Abend „unglaublich“ und „unheimlich griffig“ gewesen, sodass Kwasniok in Anspielung auf die vorherige Kritik von Julian Nagelsmann scherzte: „Vielleicht muss der Bundestrainer jede Woche was sagen.“ Vor dem HSV-Spiel war das nun nicht der Fall. Trotzdem wird auch El Mala wieder von Beginn an dabei sein.
So könnte der 1. FC Köln in Hamburg starten: Schwäbe – Krauß, van den Berg, Özkacar, Lund – Martel, Johannesson – Niang, Kaminski, El Mala – Ache








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