Für Lukas Kwasniok könnten die Duelle gegen den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach über seine Zukunft beim 1. FC Köln entscheiden. Die Pressekonferenz vor der Fahrt nach Hamburg hat der Trainer für Werbung um Kontinuität genutzt.
Greifen beim 1. FC Köln die üblichen Mechanismen im Abstiegskampf? Oder darf Lukas Kwasniok auch bei einer anhaltenden Durststrecke weitermachen? Vor dem Spiel beim Hamburger SV (Samstag, 18.30 Uhr) holte der Trainer der Geißböcke zu einem Plädoyer für Konstanz in der sportlichen Leitung aus.
„Der Wind wird sich drehen, die Frage ist nur wann. Er wird sich dann nicht drehen, wenn du nachlässt“, sagte Kwasniok und versprach: „Das tun die Jungs nicht. Deswegen bleibt dieser Glaube bei mir unerschütterlich vorhanden. Ich glaube, dass es wichtiger ist, auf Performance zu schauen, statt in Hysterie zu verfallen.“
Was Kwasniok an Kessler schätzt
Aber sieht das auch Thomas Kessler so? Kwasniok spürt keinerlei Risse im Verhältnis zum Sportboss: „Zu 100 Prozent habe ich das Gefühl, dass wir bereit sind, hier einen Weg zu gehen. Den haben wir zu Beginn meiner Zeit eingeschlagen und es ist klar, dass Wellenbewegungen vorhanden sind. Das Allerallerwichtigste ist, Dinge richtig einzuordnen. Was ich an der Chef-Etage und insbesondere an Kess schätze, ist einfach die Tatsache, dass wir Dinge sachlich und ruhig einordnen.“
Kwasniok verweist auf den Umstand, dass die bisherigen Trainerwechsel vor allem bei jenen Clubs vorgenommen wurden, die sich eigentlich in anderen Sphären vorfinden wollten – wie Wolfsburg, Mönchengladbach, Mainz, Bremen und selbst Augsburg. „Wenn man sich die untere Tabellenhälfte anschaut, haben fünf Vereine den Trainer gewechselt und fünf nicht. Diejenigen, die überrascht waren, dass sie im Abstiegskampf stecken, haben getauscht.“ Teilweise mit Erfolg, teilweise aber auch nicht.
Ich glaube, für den Verein, für den Standort Köln, ist nachhaltige Arbeit – wenn du von etwas überzeugt bist – der richtige Weg.
Lukas Kwasniok
„Alle anderen – St. Pauli, Hamburg, Heidenheim, Union und eben auch der 1. FC Köln – sind in die Saison gegangen, wohlwissend um was es geht: um den Klassenerhalt“, so Kwasniok, der appellierte: „Wenn du das weißt, solltest du dein Augenmerk darauf legen, das gemeinsam zu schaffen. Ich glaube, für den Verein, für den Standort Köln, ist nachhaltige Arbeit – wenn du von etwas überzeugt bist – der richtige Weg.“
Kwasniok glaubt an erfolgreiche FC-Zukunft
Kwasniok will Teil eines neuen FC-Wegs bleiben: „Wir hatten gegen Dortmund eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 23,6 Jahren auf dem Feld. Ich glaube, Ragnar Ache war der einzige Feldspieler, der über 25 war.“ Auch deswegen ist der Trainer überzeugt, „dass dem Verein einfach eine gute und gesunde Zukunft bevorsteht“.
Wichtiger als Personaldiskussionen sei eben die Performance. „Je fokussierter wir auf die Dinge sind, die wir beeinflussen können, desto schneller werden die Ergebnisse kommen und daraus wird eine wunderbare Zukunft entstehen.“ Fakt ist dennoch: Kurzfristig würden ein paar Punkte weiterhelfen, damit auch im Umfeld die gewünschte Ruhe einkehrt. Am besten schon beim Auswärtsspiel in Hamburg.








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