Nach unsportlicher Äußerung: DFB verkündet Strafe für Trippel und den FC

Stadionsprecher Michael Trippel. (Foto: Volkmann)
Stadionsprecher Michael Trippel. (Foto: Volkmann)

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Dienstag seine Strafe gegen Michael Trippel und den 1. FC Köln verkündet. Der Club wird für die Aussagen seines Stadionsprechers im Rahmen des Spiels gegen Borussia Dortmund mit einer Geldstrafe belegt.

Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund vor zehn Tagen hatte Michael Trippel plötzlich im Fokus gestanden. Nach der Roten Karten für Jahmai Simpson-Pusey hatte der Stadionsprecher den Eingriff des VAR mit „pfui, widerlich“ kommentiert. Auch nach Abpfiff ließ Trippel seinen Emotionen freien Lauf und verkündete über die Stadionmikrofone: „Sicher bekomme ich morgen dafür Ärger, aber: Es gab in der 95. Minute ein klares Handspiel eines Dortmunders im Strafraum – und das schaut sich nicht einmal jemand an“.

Bereits einen Tag nach dem Spiel hatte der DFB ein Ermittlungsverfahren gegen den Stadionsprecher bestätigt. Nun hat das Sportgericht sein Urteil verkündet: Der 1. FC Köln wird wegen „eines unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt“, heißt es von Seiten des DFB. Zudem wird der FC dazu verpflichtet, „seinen Stadionsprecher in geeigneter Weise ausdrücklich darauf hinzuweisen, unsportliche Aussagen, insbesondere in Bezug auf Schiedsrichter, Schiedsrichterentscheidungen und andere Spielbeteiligte, zukünftig zu unterlassen und Stadiondurchsagen ausschließlich mit neutralem Inhalt durchzuführen.“ Dies muss der Club dem DFB binnen einer Woche schriftlich nachweisen.

Kessler-Urteil und Trippel-Entschuldigung strafmildernd

Strafmildernd hat sich dabei auf das Urteil ausgewirkt, dass sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler bereits unmittelbar nach der Partie zu den Vorfällen geäußert und diese verurteilt hatte. Darüber hinaus hatte sich Trippel in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber den Kontrollausschuss für sein Verhalten entschuldigt. Auch gegenüber dem GEISSBLOG hatte Trippel versichert: „Ich muss mich besser im Griff haben. So etwas kommt nie wieder vor.“ Die Geldstraße kommt dabei fußballnahen Stiftungen zugute, die mit ihren Tätigkeiten mit den Satzungszwecken des DFB übereinstimmen.

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