Die Ultras des 1. FC Köln haben vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach für zusätzliche Motivation gesorgt. Beim Abschlusstraining im RheinEnergieStadion hing an der Südkurve eine eindeutige Botschaft an die Mannschaft.
Auf den 1. FC Köln wartet das emotionalste Spiel des Jahres. Falls einer der Profis das noch nicht gewusst haben sollte – das Abschlusstraining am Freitagvormittag sorgte für Aufklärung. Vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) prangte an der Südkurve eine unmissverständliche Ansage. „Den Feind schlagen – die Klasse halten“, hieß es auf einem riesigen Banner im RheinEnergieStadion, wo der FC wie am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainierte.
Lukas Kwasniok hatte schon am Vortag bei der Pressekonferenz verdeutlicht, wie wichtig ihm solche Derby-Emotionen sind – nicht zuletzt deswegen ist er im vergangenen Sommer ans Geißbockheim gewechselt. „Momente wie das Derby sind die Gründe, warum ich meine Unterschrift hier drunter gesetzt habe. Eigentlich wollte ich eine Pause einlegen, aber ich weiß, welche Wucht dieses Stadion entwickeln kann.“
Kwasniok: „Darum geht es in einem Derby“
Der FC hat ihn gepackt – und der Trainer kämpft nun dafür, in Köln langfristig etwas entwickeln zu dürfen. Im Derby will Kwasniok den dringend benötigten Befreiungsschlag schaffen und setzt dabei auf die Unterstützung von den Rängen: „In der ersten halben Stunde gegen die Bayern im Pokal ist das Dach weggeflogen. Wir haben es gegen Mainz in der letzten halben Stunde gemerkt. Ich freue mich extrem darauf. Das Stadion ist in der Lage, so viel Support und Energie zu geben, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen können. Darum geht es in einem Derby.“

Die Wucht der Fans soll helfen, einen Kontrahenten zu bezwingen, der seit 2008 konstant zur Bundesliga zählt, während der FC nach dem damaligen gemeinsamen Wiederaufstieg noch dreimal wieder abstieg. „In Summe ist Gladbach deutlich gestandener in der Bundesliga und die Ansprüche dürfen höher sein als aktuell bei uns“, so Kwasniok, der aber alles beiseiteschiebt: „In dem einen Spiel juckt mich das in keinster Form. Da geht es Auge um Auge um drei Punkte. Da spielen Vergangenheit und Zukunft keine Rolle, sondern einzig und allein die Gegenwart.“

In dieser Gegenwart sind Said El Mala und Jakub Kaminski wohl die größten Hoffnungsträger auf einen Derby-Sieg. Wichtig: Die unter der Woche angeschlagenen Top-Torschützen konnten auch am Freitag trainieren. „Gladbach ist seit dem Trainerwechsel sehr stabil. Zehn Clean Sheets sind nicht wenig. Nicht mal die Bayern haben das“, weiß Kwasniok, dass er neben der Fan-Unterstützung auch seine Torjäger brauchen wird.







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