Der 1. FC Köln steht vor einem Trainerwechsel. Aktuell finden die entscheidenden Gespräche der Verantwortlichen statt. Lukas Kwasniok kam fast zwei Stunden nach seinem möglichen Nachfolger ans Geißbockheim – und war sofort wieder weg.
Lukas Kwasniok war gut aufgelegt. Als der Trainer am Sonntag, um 10.48 Uhr, am Geißbockheim ankam, scherzte er noch mit den wartenden Fans und Journalisten. Dabei war es womöglich das letzte Mal, dass der 44-Jährige als Chefcoach des 1. FC Köln die Geschäftsstelle betrat. Nach dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach deutet vieles, wenn nicht gar alles, auf einen Trainerwechsel hin.
Am Sonntag fand die von Sportboss Thomas Kessler angekündigte Analyse statt – offenbar ohne Kwasniok. Nach nicht mal 20 Minuten verließ der Noch-Trainer das Geißbockheim schon wieder, fuhr mit seinem Dienstwagen davon – weiterhin gut gelaunt. Er habe zunächst ausgiebig mit seiner Familie und Freunden gefrühstückt, verriet Kwasniok und kündigte vor seiner Abfahrt noch an: „Heute passiert hier wahrscheinlich gar nicht mehr so viel. Ich genieße jetzt die Sonne.“ Waren das seine Abschiedsworte?
Wagner schon deutlich vor Kwasniok am Geißbockheim
Nach GEISSBLOG-Informationen ist das Trainer-Aus noch nicht final. Dem Vernehmen nach wurden noch nicht alle Gespräche geführt. Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass die FC-Verantwortlichen mit dem bisherigen Assistenten René Wagner planen – ob als neuem Chef oder in welcher Rolle auch immer.
Auffällig: Wagner war am Sonntag schon deutlich früher als Kwasniok am Geißbockheim. Kurz vor 9 Uhr waren Sportboss Kessler sowie der Technische Direktor Lukas Berg vorgefahren, kurz darauf folgte Wagner. Wohl kein Zufall.
Kessler vermeidet Bekenntnis, Kwasniok kämpft
Am Samstag hatte Kessler nach dem Derby angekündigt: „Wir werden in aller Ruhe, sehr rational und ergebnisoffen über die Themen sprechen. Die Tabellensituation ist von Woche zu Woche prekärer und das Ziel ist klar, den 1. FC Köln in der Bundesliga zu halten.“ Es gehe darum, „in der Länderspielpause mal einen Schritt zurückzugehen und rational auf Dinge zu schauen“. Er wollte „eine Nacht darüber schlafen“, wie es weitergeht.
Kwasniok wiederum kämpfte um seinen Job, wurde auf der Derby-Pressekonferenz emotional: „Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort mit der richtigen Mannschaft!“ Zu „100 Prozent“ spüre er die nötige Rückendeckung. „Ich habe nichts Gegenteiliges in den vergangenen Wochen gehört, auch wenn völlig anders darüber berichtet wird. Nach innen ist das nicht der Fall.“ Und dennoch steht er jetzt vor dem Aus.








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