Nach wilden 90 Minuten hat die U17 des 1. FC Köln beim 1. FC Kaiserlautern 3:3 (2:2) gespielt – dabei agierten die Geißböcke über eine Halbzeit lang in Unterzahl. FC-Trainer Moschenski war nicht nur wegen der Roten Karte alles andere als zufrieden mit der Leistung des Schiedsrichters.
Die gute Nachricht vorweg: Die B-Junioren des 1. FC Köln sind auch nach dem 21. Pflichtspiel in Folge weiter ungeschlagen. Mit dem 3:3 beim 1. FC Kaiserlautern bleiben die Geißböcke souverän an der Tabellenspitze ihrer Hauptrundengruppe um die Deutsche Meisterschaft und haben die Qualifikation für K.o.-Runde vorzeitig mehr als souverän unter Dach und Fach.
Und dennoch gab es beim Remis der beiden Nachwuchsteams am Samstag reichlich Stoff für Diskussionen – auch, weil der Unparteiische mit einigen strittigen Entscheidungen für Aufregung sorgte.
Spielverlauf und Tore
Der FC startete selbstbewusst und ging bereits kurz nach Anpfiff durch Mittelfeldspieler Jan Colles mit 1:0 in Führung (2. Minute). Die Antwort der Roten Teufel folgte prompt: Die FC-Abwehr stand im Zentrum zu weit vom Gegner weg, sodass Malakai Hoover unbedrängt zum 1:1-Ausgleich traf (5.).
Wieder nur fünf Minuten später brachte Mittelstürmer Benjamin Hütten den FC mit 2:1 erneut in Front (10.). Und es blieb turbulent. Nach einem Fehler im Spielaufbau war es FC-Spielführer David Eichie, der den Ball zum 2:2-Ausgleich ins eigene Netz beförderte (16.).
Dann die vielleicht entscheidende Szene des Spiels: FC-Stürmer Luca Mijatovic beschwerte sich über eine Entscheidung des Schiedsrichters und sah daraufhin glatt Rot (41.). In Unterzahl gingen die Geißböcke nach einem Konter durch Simon Neugebauer erneut in Führung (51.) und mussten nach dem 3:2 wieder den Ausgleich einstecken. Nach einem langen Ball nahm der Kaiserslauterer Stürmer Hamza Ohran die Kugel deutlich sichtbar mit der Hand an und vollendete zum 3:3 (58.). Die heftigen Proteste der Kölner verpufften wirkungslos.
Kritik an Schiedsrichterleistung
Der sonst so sachliche und zurückhaltende Kölner U17-Trainer Vladyslav Moschenski sparte nach Abpfiff nicht mit Kritik an Schiedsrichter Max Augustin, insbesondere bezüglich der Roten Karte und dem nicht geahndeten Handspiel vor dem 3:3-Ausgleich. Kurz und knapp konstatierte der 28-Jährige: „Für mich war das eine schlechte Schiedsrichterleistung.“
Differenzierter sein Fazit zur Leistung seiner Mannschaft: „So wenig wie mir die erste Halbzeit gefallen hat, so wenig kann ich den Jungs einen Vorwurf für die Leistung im zweiten Durchgang machen. Wir haben füreinander gekämpft, die Räume geschlossen und bis zum Ende in Unterzahl alles rausgehauen. Davor ziehe ich den Hut“, so Moschenski.
So spielte der FC: Jacob Esser – Jannis Sobkowiak (46. Ibrahima Balde), Brian Adoga, David Eichie, Ben Nwachukwu – Milan Nikolic (89. Leonhard Iven), Luca Mijatovic, Jan Colles,– Simon Neugebauer (79. Adel Alsabadi), Benjamin Hütten (65. Kimi Majunke), Emanuele Esposito (89. Jonas Kunstmann)
U21 verliert in Gütersloh
Die U21 des 1. FC Köln war am Samstag ebenfalls auswärts im Einsatz und verlor mit 1:2 beim Tabellensechsten Gütersloh. Nach der torlosen ersten Halbzeit traf Güterslohs Torjäger Patrik Twardzik zweimal per Kopf (57./64.). Der FC kam durch Arda Süne umgehend noch mal ins Spiel zurück, doch mehr als das 1:2 (65.) sprang nicht mehr heraus. Zumal Süne in den Schlussminuten angeschlagen vom Platz musste, als Trainer Evangelos Sbonias bereits fünfmal gewechselt hatte. Nach nur zwei Siegen aus acht Partien im Jahr 2026 bleibt die U21 in der Regionalliga West auf Platz acht.







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