Schenten trifft – aber Last-Minute-Schock für den FC

Fynn Schenten – hier im Trikot der FC-Profis beim Spiel in Heidenheim. (Archivbild: IMAGO / Sven Simon)
Fynn Schenten – hier im Trikot der FC-Profis beim Spiel in Heidenheim. (Archivbild: IMAGO / Sven Simon)

Die U21 des 1. FC Köln hat bei den Sportfreunden Siegen in der Nachspielzeit mit 1:2 (1:1) verloren. Fynn Schenten erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Geißböcke. Dann aber wurde es bitter nur Sekunden vor Schluss.

Nach zwei 1:2-Niederlagen in Folge wollte der 1. FC Köln am Freitagabend in der Regionalliga West wieder einen Sieg einfahren. Dafür aber musste gelingen, was zuvor in neun Pflichtspielen noch nie geklappt hatte: ein Sieg gegen die Sportfreunde Siegen. Nach 90 plus fünf Minuten hingegen stand die dritte 1:2-Niederlage in Folge.

Tore und Highlights

12. Minute: Der FC begann in Siegen druckvoll. Die Elf von Evangelos Sbonias übernahm sofort die Spielkontrolle und ließ die Sportfreunde kaum zur Entfaltung kommen. Dann aber konterten die Gastgeber erstmals über die linke Seite. Kammerbauer lief bis zur Grundlinie durch und flankte ins Zentrum. Dort kam das einstige FC-Eigengewächs Kevin Goden angeflogen und köpfte zum 0:1 ein.

45+2. Minute: Es schien, als würde der FC mit einem Rückstand in die Pause gehen. Es waren nur noch Sekunden zu spielen und die Sportfreunde befanden sich im Angriff. Doch nach einem Ballgewinn ging es plötzlich schnell. Ein langer Pass in die Spitze landete beim gestarteten Lennemann. Der FC-Stürmer lief auf das Siegener Tor zu, spielte noch einmal quer und Fynn Schenten verwandelte aus zehn Metern gegen die Laufrichtung des Torhüters zum 1:1-Halbzeitstand.

90+3. Minute: In der zweiten Halbzeit hatten beide Mannschaften ihre Chancen auf den Sieg. Der FC vergab seine besten Möglichkeiten jedoch durch Harchaoui (83.) aus zehn Metern und vor allem durch Touré in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Der eingewechselte Stürmer hatte einen Rückpass erlaufen, Torhüter Johnen ausgespielt, dann aber aus spitzem Winkel den Ball nicht im leeren Tor untergebracht. Es kam, wie es kommen musste. Mit der letzten Aktion kam Malik Hodroj aus 16 Metern an den Ball und versenkte die Kugel mit einem strammen Rechtsschuss im kurzen Winkel. Das 1:2 und der späte Schock für die Geißböcke.

Personal

So spielte der FC: Marutzki – Mausehund, Dabrowski, Özkan – Ajani, Dürholtz, Harchoaui, Borie – Yacobi, Lennemann, Schenten

Fazit

Evangelos Sbonias dürfte einmal mehr den Kopf schütteln über die Gegentore, die der FC auch am Freitag wieder kassierte. Wie schon die gesamte Saison über konnte der U21-Coach nicht zufrieden sein mit der Aggressivität und Konsequenz in den entscheidenden Momenten im und um den eigenen Strafraum. Dass auf der anderen Seite gute Chancen zum Sieg ungenutzt blieben, passt ebenso zu dieser Saison. So steht nun die dritte Niederlage in Folge. Bei allen Personalsorgen: Sie war einmal mehr unnötig.

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