Auch beim neuen Coach René Wagner steht die Tür für die Talente des 1. FC Köln offen. Mit Jonathan Friemel stieß am Mittwoch ein weiteres Juwel zum Kader. Doch um den gibt es im Hintergrund ein heißes Rennen.
Als die Spieler des 1. FC Köln am Mittwoch zum Training ins Franz-Kremer-Stadion gingen, waren vier Nachwuchsspieler mit dabei: Jonathan Friemel (18), Kristiyan Irmiev (19), Yannick Mausehund (19) und Etienne Borie (19). Der Grund: Das Quartett sollte den Kader auffüllen, damit die Mannschaft von Trainer René Wagner unter anderem ein Trainingsspiel Elf gegen Elf absolvieren konnte.
Nicht mit dabei waren überraschend Fynn Schenten und Youssoupha Niang. Das Duo wurde bereits mit Blick auf das Wochenende ins U21-Training von Evangelos Sbonias versetzt, um sich am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf II Spielpraxis in der Regionalliga zu holen. So kamen stattdessen Friemel, Irmiev, Mausehund und Borie zu ihrer Chance bei den Profis.
Erst- und Zweitligisten buhlen um Jonathan Friemel
Mausehund und Borie sind bereits länger Leistungsträger in der U21, Irmiev ist ein Schlüsselspieler in der U19 und Friemel durfte zuletzt erstmals in der Regionalliga ran, nachdem er in der U19 auf Meisterschafts- wie Youth-League-Ebene überzeugt hatte. Der 18-jährige Linksverteidiger konnte sogar schon ein Tor für die U21 bejubeln, als er gegen Bochum im Heimspiel traf. Nun durfte sich der spielstarke Friemel auch bei den Profis beweisen.
Ein Fingerzeig, dass der Außenverteidiger bei der Zukunftsplanung von Sportchef Thomas Kessler auf dem Zettel steht. Doch Vorsicht, FC! Der Vertrag des FC-Juwels läuft im kommenden Sommer aus und die Konkurrenz schläft nicht. Ein junger, deutscher Linksverteidiger mit auslaufendem Vertrag ist eine gefragte Aktie. Aus Deutschland soll mindestens ein Bundesligist und mehrere Zweitligisten ihr Interesse hinterlegt haben.

Auch aus Österreich kommen die Offerten, denn die Mutter von Friemel ist aus dem Alpenland und so könnte „Jonny“ dort den Österreicher-Topf füllen, der den Clubs vermehrte TV-Gelder verspricht. Zudem buhlt der österreichische Verband um Friemel, ein Debüt bei U19 oder U21 könnte schon bald bevorstehen.
Kessler macht seine Hausaufgaben
Und der FC? Der ist nach GEISSBLOG-Informationen im Hintergrund in intensiven Gesprächen mit Friemel. Der große Vorteil für Kessler: Die ganze Familie Friemel ist FC-verrückt, sogar teilweise mit Dauerkarten ausgestattet und engagiert sich in der FC-Stiftung. Gut möglich also, dass man den kölschen Jung vom Verbleib überzeugt.
Sportlich versucht man ihm einen klaren Plan aufzuzeigen. Dazu zählt auch der Weg über die Regionalliga zu den Profis. An Fürsprechern mangelt es ihm nicht, sowohl U19-Coach Ruthenbeck, als auch U21-Trainer Sbonias sollen der Profi-Abteilung Friemel empfohlen haben. Jetzt kann sich auch Profi-Trainer Wagner ein Bild machen und vielleicht für seine erste personelle Überraschung sorgen.







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