Wie Baumgart oder wie Kwasniok? Wagners gut gehütetes Geheimnis

Steffen Baumgart und Co-Trainer René Wagner an der Taktiktafel. (Foto: Bucco)
Steffen Baumgart und Co-Trainer René Wagner an der Taktiktafel. (Foto: Bucco)

René Wagner muss am Sonntag bei Eintracht Frankfurt seine erste Startelf benennen. Auf wen setzt der neue Cheftrainer des 1. FC Köln? Und in welcher Formation will er die Geißböcke auftreten lassen?

Steffen Baumgart war beim 1. FC Köln radikal. Unter dem einstigen Cheftrainer wurde bei den Geißböcken praktisch ausschließlich mit einer Viererkette in der Abwehr agiert. Lukas Kwasniok hingegen setzte lange Zeit beim FC auf die Dreierkette, änderte dies erst, als die Personalsorgen ihn dazu zwangen. Assistent beider Cheftrainer war: René Wagner.

Nun muss Wagner erstmals selbst eine Startelf des 1. FC Köln verantworten. Der 37-Jährige geht am Sonntag in sein erstes Bundesliga-Spiel als Chef an der Seitenlinie. Doch mit welcher Elf? Wird Wagner eher auf den Baumgart- oder den Kwasniok-Fußball setzen? Eher auf Vierer- oder Dreierkette? Eher auf hohes Pressing oder auf eine stabile Defensive? Eher auf ein oder zwei Sturmspitzen?

Die Suche nach Wagners erster Startelf

Wagner hat sich in den letzten zwei Wochen nicht in die Karten schauen lassen. Öffentliche Einheiten am Geißbockheim waren die Ausnahme. Der FC absolvierte einen Geheimtest hinter verschlossenen Türen im RheinEnergieStadion. Auch das Elf gegen Elf am Mittwoch fand im Franz-Kremer-Stadion unter Ausschluss von Fans und Medien statt. Niemand soll wissen, wie Wagner agieren wird.

Und so ist tatsächlich kaum etwas nach außen gedrungen. Am Freitag auf der Pressekonferenz blieb Wagner entsprechend bei Allgemeinplätzen. Die Spieler sollten „idealerweise da spielen, wo sie sich am wohlsten fühlen“. Es gebe Spieler, „die fühlen sich auf zwei, drei Positionen wohl, andere nur auf einer“. Und die Aufgabe des Trainerteams sei es, „so sinnhaft wie möglich am Wochenende die Mannschaft aufzustellen“.

Zwei Startelf-Bestätigungen im Angriff

Ob von Baumgart oder Kwasniok, Wagner habe „von beiden und auch von anderen Trainern etwas gelernt“, selbst von Trainingstorhüter Matthias Köbbing, wie Wagner ausweichend erklärte. Ob er eine Vierer- oder Dreierkette bevorzuge? „Das Spiel ist so flexibel geworden“, da könne man sich heute nicht mehr festlegen. Und natürlich „gilt das Leistungsprinzip“.

Kurzum: Nach zwei Wochen als Cheftrainer ist Wagners Taktik und Formation noch ein gut gehütetes Geheimnis – und das gefällt den Verantwortlichen beim FC. Schließlich soll Eintracht Frankfurt nicht wissen, was sie erwartet. Nur einzelne Personalien ließ sich Wagner schon entlocken. Gesperrt ist Eric Martel, so viel war vorher klar. Darüber hinaus wird „Unterschiedsspieler“ Said El Mala in der Startelf stehen, ebenso Ragnar Ache, den die „Jungs mit einem guten Flankenfuß“ füttern sollen. Der Rest? Bleibt Wagners Geheimnis.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Sebulonsen, van den Berg, Simpson-Pusey, Lund – Johannesson, Krauß – Thielmann, Kaminski, El Mala – Ache

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