Der 1. FC Köln hat gegen Eintracht Frankfurt sein elftes Joker-Tor erzielt. Der Ausgleich war dabei eine dreifache Co-Produktion von Einwechselspielern. Trainer René Wagner hat dabei prompt die starke Bilanz seines Vorgängers fortgesetzt.
In seinen 27 Spielen als Bundesliga-Trainer des 1. FC Köln musste sich Lukas Kwasniok nur Vincent Kompany, Niko Kovac und Sebastian Hoeneß geschlagen geben. Das Trio der drei Top-Clubs kommt im bisherigen Saisonverlauf auf über 20 Torbeteiligungen von Einwechselspielern. Kwasniok stand mit zehn Toren und zehn Vorlagen von Jokern dabei nur knapp dahinter. Der Ex-Trainer bewies also stets ein gutes Händchen mit seinen Wechseln.
Gegen Eintracht Frankfurt hat Nachfolger René Wagner diese Statistik nun nahtlos fortgeführt. Der Trainer hatte in der 82. Minute mit Alessio Castro-Montes, Marius Bülter und Luca Waldschmidt noch einmal drei frische Kräfte für die Schlussoffensive beim Stand von 1:2 ins Spiel gebracht. „Wir hatten kurz überlegt, ob wir nur zwei Wechsel machen, haben uns dann aber doch für drei entschieden“, berichtete der 37-Jährige hinterher. Und weiter: „Ich glaube, das war für die Truppe nochmal wichtig, einen weiteren Spieler mit frischen Beinen auf dem Feld zu haben.“
Erstes Bundesliga-Tor für Castro-Montes
Keine 60 Sekunden war der Dreifach-Wechsel dabei schon von Erfolg gekrönt: Waldschmidt verlängerte eine Flanke von Kristoffer Lund an den zweiten Pfosten, wo Bülter den Ball in die Mitte legte. Dort lief Castro-Montes im perfekten Moment ein und musste nur noch seinen Fuß zum umjubelten 2:2-Ausgleich reinhalten. „Das war ein toller Moment“, erinnerte sich Wagner. „Ich habe mich besonders für Monti gefreut. Er war lange verletzt, hat unter der Woche aber super trainiert.“
Für Castro-Montes war es überhaupt sein erstes Bundesliga-Tor, nachdem der Belgier zum Start in das neue Jahr mit drei Vorlagen geglänzt hatte, danach aber lange mit muskulären Problemen ausgefallen war. Auch für Waldschmidt und Bülter waren es nach zuletzt einigen schweren Wochen wieder die ersten Torbeteiligungen. „Die Jungs, die da reingekommen sind, haben nochmal Gas gegeben“, zeigte sich Wagner mit seinen Jokern zufrieden.
Rückkehrer erhöhen Chancen auf den Klassenerhalt
Auch Marvin Schwäbe schwärmte hinterher von der gemeinschaftlichen Tor-Produktion der Einwechselspieler. „Besser geht’s nicht, oder?“, sagte der FC-Kapitän. „Wir konnten uns auf unsere Einwechselspieler verlassen, die in Kooperation das Tor gemacht haben.“ Für den FC könnte die Tatsache, in der Schlussphase noch einmal nachlegen zu können, in der Crunchtime der Saison noch einmal von enormer Bedeutung werden.
Aufgrund der zahlreichen Verletzungen war die Bilanz zuletzt ein wenig ins Stocken geraten, wenngleich sich zuletzt Florian Kainz im Derby als Joker mit seiner getretenen Ecke auch in diese Statistik eintragen konnte. Inzwischen hat René Wagner jedoch anders als sein Vorgänger beinahe wieder den gesamten Kader zur Verfügung. Gegen Werder Bremen sollten auch Jahmai Simpson-Pusey und der zuletzt gesperrte Eric Martel wieder zur Verfügung stehen. Auch Joel Schmied könnte dann wieder zu einer Option werden. Wagner könnte sich also in der Bilanz der Trainer mit dem Goldenen Händchen in den nächsten Wochen weiter nach oben arbeiten.








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