Der 1. FC Köln kann beim FC St. Pauli mit einem Sieg die Weichen wohl endgültig für die Bundesliga stellen. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch für den Transfermarkt wichtig.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Die Sinne müssen geschärft bleiben. Der 1. FC Köln hat mit dem Sieg gegen Werder Bremen noch nicht den Klassenerhalt geschafft. Dieser könnte zwar mit einem Dreier beim FC St. Pauli am Freitagabend nahezu unter Dach und Fach gebracht werden. Vorsichtig ist aber geboten – die Kiez-Kicker wissen um ihre Chance, den FC noch einmal mit unten reinzuziehen.
Doch die Geißböcke müssen diesen Schritt jetzt einfach gehen. Von 30 auf 33 Punkte stellen, von fünf auf acht Zähler Vorsprung stellen. Bei dann noch zwölf zu vergebenen Punkten in vier Spielen wäre dies bei allen Unvorhersehbarkeiten, die der Fußball bereithalten kann, der nahezu sichere Klassenerhalt.
Gewinnt der FC, kann die Kaderplanung beginnen
Und der Zeitpunkt wäre durchaus günstig. Je näher das Saisonende rückt, desto wichtiger wird bereits die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit. Und je eher die Geißböcke wissen, in welcher Liga sie in 2026/27 spielen werden, desto früher und konkreter können sie mit potenziellen Transferzielen sprechen. Insbesondere mit ablösefreien Spielern, die im April gerne schon wissen wollen, wohin es für sie geht.
Würde der 1. FC Köln also am Freitag beim FC St. Pauli gewinnen, hätte er einen Vorteil gegenüber zahlreichen Clubs, die anschließend noch wochenlang kämpfen müssen. Gerade einen Vorteil gegenüber den Mannschaften, die auch in der kommenden Saison direkte Konkurrenten in der Bundesliga sein würden. Und so ist das Duell am Freitag nicht nur im Hier und Jetzt von großer Bedeutung, sondern bereits für die Planungen der kommenden Saison.
Auch Cheftrainer-Rolle noch offen
Sportchef Thomas Kessler spricht zwar schon seit Monaten mit Spielern, die potenziell für den FC in Frage kommen könnten. Doch in die finale Phase der Verhandlungen kann der Geschäftsführer mit seinem neuen Kaderplaner Tim Steidten erst gehen, wenn die Geißböcke Planungssicherheit haben. Das gilt übrigens auch für den Posten des Cheftrainers. René Wagner könnte sich mit einem weiteren Sieg in die Pole Position für diese Rolle zur neuen Saison bringen. Dafür aber, und das wird schwer genug, braucht es eben diese drei Punkte am Millerntor.








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