Der 1. FC Köln hofft gegen Bayer Leverkusen auf das sechste ungeschlagene Spiel in Serie. Dabei macht Interimscoach René Wagner genau eine Sache spürbar anders als sein Vorgänger Lukas Kwasniok.
Nach dem Remis auf FC St. Pauli betonte Sportchef Thomas Kessler, warum er den 1. FC Köln unter René Wagner auf dem richtigen Weg sieht. „Es sind die kleinen Dinge, die wir anders machen“, sagte der Geschäftsführer. „Genau darauf habe ich gehofft.“
Viele Neuerungen sind bislang nicht zu beobachten, bis auf eine: Während Lukas Kwasniok teilweise wahllos auf die Jugend setzte und selten versäumte, sich genau dafür zu loben, setzt Wagner in der „Crunchtime“ der Saison, jetzt wo es im Kampf um den Klassenerhalt um die Wurst geht, im Zweifel auf den Faktor Erfahrung.
Das sagt Wagner über Felipe Chavez
Das wurde deutlich, als er über den im Wartestand befindlichen Winter-Neuzugang Felipe Chavez sprach. Die Bayern-Leihgabe kommt derzeit nicht auf die erhofften Einsatzzeiten. „Felipe ist ein Spieler, der in jedem Training Gas gibt. Er hat eine unfassbare Qualität mit dem Ball“, sagte Wagner, schränkte aber sofort ein: „Er ist aber noch sehr jung und hat wenig Bundesliga-Erfahrung. Da kann er nichts für, aber für mich als Trainer, der dafür sorgen muss, dass wir in der Klasse bleiben, greift man unter Stress auf den Spieler zurück, der die Situation schon kennt. In zehn Jahren ist er selbst der erfahrene Spieler. Dann muss der Trainer entscheiden, ob er den jungen oder den erfahrenen bringt.“
Damit ist Chavez allerdings nicht allein, das gilt auch für andere Profis. Fynn Schenten hatte bei seinen sieben Einsätzen unter Kwasniok mit durchschnittlich 14 Minuten den Eindruck erweckt, als wäre die Bundesliga verständlicherweise noch eine Nummer zu groß für den 18-Jährigen.
Als Kwasniok in seinem Schicksalsspiel gegen Borussia Mönchengladbach dann kurz vor Anpfiff Cenny Neumann für den verletzten Tom Kraus brachte und der heillos überforderte Youngster an allen drei Gegentoren beteiligt war, fiel er seinem Faible für die Jugend am Ende sogar zum Opfer. Wagner setzt – zumindest bis der Klassenerhalt unter Dach und Fach ist – eher auf Routine und Erfahrung. Bislang mit Erfolg.








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