Startelf? Warum Aches Ausfall Waldschmidt nur bedingt hilft

Luca Waldschmidt beim Training des 1. FC Köln.
Startelf-Chance? Kölns Trainer Wagner bremst die Erwartungen bei FC-Profi Luca Waldschmidt. Foto: Bucco

Macht der Ausfall von Ragnar Ache für Luca Waldschmidt den Weg zum erhofften Startelf-Platz frei? Vor der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen dämpft Coach René Wagner die Erwartungen.

Luca Waldschmidt ist so ein wenig das Gesicht dessen, was sich unter Interimscoach René Wagner zum positiven gewendet hat. Der Offensivspieler des 1. FC Köln trainiert stark, zeigt in jeder Einheit Einsatz und belohnte sich und die Mannschaft mit seinem eiskalt verwandelten Elfmeter gegen den FC St. Pauli.

Nach der Verletzung von Ragnar Ache wird ein Mann für das Sturmzentrum gesucht, der Ache zwar nicht ersetzen kann, aber auf andere Art hilft, die Aufgabe Bayer Leverkusen zu meistern. Als erste Kandidaten kämen da neben Marius Bülter eben auch Waldschmidt in Frage, der in den vergangenen Wochen den wesentlich stärkeren Eindruck gemacht hat.

Wagner bremst Waldschmidts Hoffnung

Doch der Trainer bremst die Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz beim Routinier. „Luca ist immer eine Option zu starten. Ob das so eintritt, werden wir am Samstag sehen“, sagt er vor dem rheinischen Duell mit Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr, live auf Sky) im RheinEnergieStadion.

Wagner hält große Stücke auf Waldschmidts Ballfertigkeiten in der Offensive, aber für überfallartige Konter oder schnelles Direktspiel gegen einen potenziell übermächtigen Gegner dürfte der Coach auf andere Spieler setzen. „Es hängt stark davon ab, wie viel Ballbesitz wir haben. Luca ist zwischen den Linien im letzten Drittel sehr gefährlich. Wir müssen entscheiden, ob das Spiel gegen Leverkusen eines wird, in dem wir viel Ball haben oder nicht.“

Viel deutlicher kann man kaum machen, dass Luca Waldschmidt eher eine Option ist, wenn es darum geht, in der Schlussphase den Ausgleich zu halten oder mit abgezocktem Ballbesitzspiel einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Diese Rolle hat der Ex-Nationalspieler in den vergangenen Wochen mustergültig ausgefüllt.

Auch die Statistik spricht hier eine deutliche Sprache: Fünf seiner sieben Scorer-Punkte hat Waldschmidt gemacht, wenn er von der Bank kam. Und wenn er dann am Ende mit seiner Nervenstärke noch einmal für einen Punktgewinn oder mehr sorgt, dann hätte Wagner mit dieser Entscheidung alles richtig gemacht.

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