Später Millionenregen durch Ex-Keeper: Urbig liefert, der FC kassiert

Jonas Urbig mit einer Parade.
Paraden im Minutentakt: Jonas Urbig lieferte im Trikot des FC Bayern gegen Wolfsburg eine Weltklasseleistung ab. Foto: imago/Darius Simka

Jonas Urbig wechselte im Januar 2025 vom 1. FC Köln zum FC Bayern München. Die Ablöse damals: sieben Millionen Euro. Jetzt winken zusätzliche Millionen.

Spätestens nach den sensationellen Paraden von Jonas Urbig gegen den VfL Wolfsburg war der Stellvertreter von Manuel Neuer im Tor des FC Bayern München in aller Munde. Weltmeister Lothar Matthäus hoffte: „Julian Nagelsmann hat das gesehen“. Denn für ihn ist das 22-jährige Eigengewächs des 1. FC Köln ein Kandidat für den WM-Kader.

Auf der jahrzehntelangen Paradedisziplin des deutschen Fußballs gibt es seit Neuers Rücktritt keine wirklich überzeugende Lösung mehr – und Urbig mit seinen inzwischen 30 Pflichtspiel-Einsätzen für den Rekordmeister wird eine Zukunft im Tor der Nationalelf zugetraut.

Jonas Urbig bringt dem 1. FC Köln bis zu 15 Mio. Euro

Für den 1. FC Köln wäre das eine gute Nachricht, denn mit seinem ersten Länderspiel würde die Ablöse, die sich aus einem Sockelbetrag von sieben Millionen Euro, einer Weiterverkaufs-Beteiligung und diversen Prämien zusammensetzt, weiter ansteigen. Durch die Titelgewinne liefen bereits zwei Millionen Euro zusammen, eine Kadernominierung für die Weltmeisterschaft würde noch einmal eine Million in die Kassen des FC spülen.

Insgesamt könnte der FC am Ende laut Kölner Stadt-Anzeiger mit bis zu 15 Millionen Euro vom Abgang seines Torwart-Juwels profitieren. Urbig hatte eigentlich die Zukunft im Kölner Kasten sein sollen, nach Platz zwölf in der Hinserie der Zweitliga-Saison 2024/25 wurde er aber durch den Routinier Marvin Schwäbe ersetzt und forcierte im Winter seinen Abgang in Richtung München.

Ungeklärte Torwart-Zukunft beim 1. FC Köln

Ein weiterer Ex-Keeper könnte ebenfalls noch Geld in die Kölner Kasse spülen: Das aussortierte Eigengewächs Alessandro Blazic hat mit starken Leistungen beim spanischen Drittligist Hercules Alicante das Interesse von Erstligisten wie RCD Mallorca und FC Valencia geweckt. Laut fussballtransfers.com soll sich der FC anstelle der Ausbildungsentschädigung eine Weiterverkaufsbeteiligung gesichert haben. Auch einige deutsche Zweitligisten sollen am 20-Jährigen dran sein. So könnte der FC von der Entwicklung des Keepers doch noch profitieren.

Doch bei all dem Jubel über die eingehenden Gelder wird auch deutlich, dass die Zukunft auf der Torwartposition beim FC längst nicht mehr so rosig ausschaut wie noch vor ein paar Jahren. Mit Marvin Schwäbe (31) dürfte es bald Gespräche über eine Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags geben. Ob man dann auch weiter mit Ron-Robert Zieler (37) plant, ist fraglich. Auch sein Kontrakt läuft 2027 aus. Es ist an den Kaderplanern, nach einem Thronfolger für Schwäbe zu fahnden. Geld dürfte durch Urbig und Blazic ja genug in die Kasse kommen.

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