Jakub Kaminski gilt als zentrale Stütze des 1. FC Köln. Der Pole gehörte in seiner ersten Saison bei den Geißböcken zu den absoluten Dauerbrennern – und spielte sich damit gleichzeitig auf die Wunschzettel anderer Clubs.
Es sind krasse Zahlen, die die Wichtigkeit von Jakub Kaminski für den 1. FC Köln unterstreichen. Dass die Stammkeeper der Fußball-Bundesliga kaum Einsatzminuten verpassen, solange sie von Verletzungen oder Sperren verschont bleiben, ist keine Seltenheit. Wie auch beim FC mit Kapitän Marvin Schwäbe, einer von 13 Torhütern. Doch unter den Feldspielern gibt es nur selten Profis, die in allen Spielen auf dem Feld stehen.
Beim 1. FC Köln haben lediglich zwei Feldspieler alle 34 Bundesliga-Partien absolviert. Einer davon ist Said El Mala, auch wenn der Shootingstar mit 14 Ein- und 13 Auswechslungen auf die deutlich wenigstens Einsatzminuten unter den Dauerbrennern kommt –2174 Minuten stand der Stürmer inklusive aller Nachspielzeiten auf dem Feld.
Nur vier Spieler vor Jakub Kaminski
Ein anderer FC-Profi hat es dabei sogar in die Top-5 aller Bundesliga-Feldspieler geschafft: Der polnische Nationalspieler stand in allen 34 Bundesliga-Partien auf dem Platz, gehörte jedes Mal zur Startelf und verpasste insgesamt nur wenige Minuten. Nach dem Saisonfinale beim FC Bayern München kommt Kaminski auf starke 3353 Einsatzminuten.
Nur vier Feldspieler sammelten in der abgelaufenen Bundesliga-Saison noch mehr Einsatzminuten als Kaminski. Angeführt wird das Ranking von Danilo Doekhi von 1. FC Union Berlin mit 3432 Minuten. Dahinter folgen Kaishu Sano (3402 Minuten, Mainz 05), Maximilian Eggestein (3399 Minuten, SC Freiburg) und Patrick Mainka (3362 Minuten, 1. FC Heidenheim). Mit seinen 3353 Minuten belegt Kaminski damit ligaweit Rang fünf unter allen Feldspielern.
Sorgen um möglichen Abgang
Noch beeindruckender wird diese Statistik mit Blick auf die Rolle, die der 23-Jährige beim FC ausfüllte. Kaminski spielte längst nicht ausschließlich auf seiner eigentlichen Position, sondern half praktisch überall aus: als klassischer Flügelspieler, auf der Außenverteidigerposition, im Zentrum oder teilweise sogar auf der Sechs. „Kuba ist ein unfassbar wichtiger Spieler“, hatte Trainer René Wagner bereits während der Saison betont. Die Zahlen liefern dafür den passenden Beleg.
Umso verständlicher ist es, dass beim FC inzwischen auch Sorgen um einen möglichen Abschied wachsen. Im Sommer wird zunächst die Kaufoption in Höhe von 5,5 Millionen Euro aktiviert. Allerdings besitzt Kaminski gleichzeitig eine Ausstiegsklausel von rund 20 Millionen Euro. Eine Konstellation, die die Verantwortlichen nicht komplett selbst in der Hand haben.
Sobek: „Haben verschiedene Szenarien vorbereitet“
Darauf spielte auch Vizepräsident Ulf Sobek beim Saisonabschluss am Montag indirekt an. „Es müssen die Weichen für die Kaderplanung der nächsten Saison gestellt werden. Dafür haben wir verschiedene Szenarien vorbereitet, sodass wir auf unterschiedliche Entwicklungen reagieren können“, sagte Sobek und verwies auf offene Vertragskonstellationen: „Ganz planen kann man natürlich nie, weil es bei einigen Spielern vertragliche Konstellationen gibt, bei denen wir nicht komplett selbst entscheiden können.“
Und dann folgte ein Satz, der durchaus auch auf Kaminski gemünzt gewesen sein dürfte: „Natürlich wünscht man sich, dass Spieler, mit denen man gerne arbeitet, auch bleiben.“ Nach einer Saison mit 3353 Bundesliga-Minuten, zwölf Scorerpunkten und einer Schlüsselrolle im FC-Spiel, dürfte dieser Wunsch am Geißbockheim besonders groß sein.







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