Joker drehen Spiel in der Verlängerung! FC darf von Titelverteidigung träumen

Arian Römers hat in der Verlängerung das 2:2 erzielt. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Arian Römers hat in der Verlängerung das 2:2 erzielt. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Die A-Junioren des 1. FC Köln haben die Chance auf die Titelverteidigung! Trotz Rückstand in der Verlängerung steckten die Kölner nie auf und drehten ein dramatisches Halbfinale gegen den SC Paderborn binnen drei Minuten in einen 3:2 (1:0/1:1/1:2)-Sieg. Nun wartet im Finale die TSG Hoffenheim.

Tore und Highlights

5. Minute: Der FC legte einen echten Blitzstart im Halbfinale hin! Dabei zwangen die Kölner den Gegner mit erfolgreichem Pressing zu einem Fehler tief in der eigenen Hälfte. Noah Ringbeck konnte einen Pass nicht sauber annehmen, Ley ging energisch dazwischen und legte direkt auf Ponente-Ramirez ab. Der Angreifer stand schon vor dem Paderborner Tor, legte uneigennützig auf seinen Sturmpartner quer, sodass Schenten nur noch zur 1:0-Führung einschieben musste.

Erster Durchgang: Der SC Paderborn brauchte ein paar Minuten, um sich von dem frühen Schock zu erholen. Weitere Torchancen waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware, sowohl der FC als auch der SCP agierte mit Ball häufig zu hektisch. Erst nach einer halben Stunde gab es wieder nennenswerte Torraumszenen. Für Paderborn scheiterte Riedemann per Distanzschuss (33.) und kurz darauf Neo Lima per Dropkick im Strafraum (34.). Für den FC hatte Ponente-Ramirez die beste Chance, sein Schuss aus 16 Metern strich jedoch knapp über die Latte. Kurz vor der Pause war der FC noch einmal im Glück, als Lasse Eickel eine Flanke von Peters nur um Zentimeter verpasste.

70. Minute: Nach dem Seitenwechsel drückte der SC Paderborn weiter auf den Ausgleich. Auf Kölner Seite war ein Distanzschuss von Ponente-Ramirez die gefährlichste Aktion (53.), während auf der anderen Seite Timo Schmitz immer wieder parieren musste. 20 Minuten vor dem Ende kam der Kölner Schlussmann bei einem Paderborner Freistoß aus dem Halbfeld zwar raus, kam aber nicht mehr an den Ball. Paul Wollenberg stieg dabei höher als Kotya-Fofana und beförderte den Ball mit dem Rücken zum verdienten 1:1-Ausgleich ins Tor.

Zweiter Durchgang: Nach dem Gegentreffer wurde der FC noch einmal wach. Erst scheiterte Ponente-Ramirez per Kopf (74.) nach Flanke von Puzzo, ehe Schenten aus spitzem Winkel im Paderborner Keeper Sommer seinen Meister fand (75.). Danach war jedoch wieder der SCP am Drücker – insbesondere über Standards wurden die Gastgeber immer wieder gefährlich. Schmitz, der beim Gegentor unglücklich aussah, hielt seine Mannschaft dabei mit starken Paraden im Spiel und rettete den FC am Ende in die Verlängerung.

96. Minute: Die Paderborner hatten in der Verlängerung mit Krämpfen zu tun – und konnten trotzdem jubeln. Torhüter Sommer schlug einen Ball tief in die Kölner Hälfte, wo Luis Stapelmann zunächst das Kopfballduell verlor. Von Kotya-Fofana prallte die Kugel dann vor die Füße von Eickel, der nicht lange fackelte und den Ball platziert aus 16 Metern flach im Eck versenkte – 1:2 aus Kölner Sicht.

109. Minute: Von der letzten Schlussoffensive war beim 1. FC Köln eigentlich noch nichts zu sehen, doch dann schlug der Moment von Arian Römers! Der eingewechselte Kristian Markoski flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Römers den Ball aus der Luft direkt nahm und sehenswert ins rechte Eck zum 2:2 traf.

112. Minute: Und dann wurde es noch verrückter! Nur drei Minuten nach dem Ausgleich flankte Alessandro Puzzo von rechts an den Fünfmeterraum, wo der ebenfalls eingewechselte Kevin Ekweribe herangerauscht kam und den Ball zum 3:2 über die Linie drückte. Der FC drehte die Partie durch zwei Tore mit drei Beteiligungen von Jokern und durfte am Ende jubeln!

Personal

So spielte der FC: Schmitz – Fürst, Stapelmann, Kotya-Fofana, Friemel – Irmiev (102. Isufi), Römers (120. Güzel) – Ponente-Ramirez (106. Tampier Eken), Völp (67. Puzzo), Ley (102. Markoski) – Schenten (102. Ekweribe)

Zur Aufstellung: Stefan Ruthenbeck schickte mit seiner ersten Elf genau jene Spieler wieder von Beginn an auf das Feld, die in der Vorwoche den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht hatten und den 1. FC Heidenheim im Heimspiel mit 2:0 besiegen konnten. Im Viertelfinale hatten die Tore von Fynn Schenten und Jason Ponente-Ramirez den Weg unter die Top-4 der A-Junioren geebnet.

Fazit

Der 1. FC Köln darf von der Titelverteidigung träumen! Dabei schoss sich der SC Paderborn nach früher Schenten-Führung zunächst verdient in die Verlängerung und ging auch dort folgerichtig in Führung. Den FC-Nachwuchs darf man jedoch zu keinem Zeitpunkt abschreiben – und so drehten die Kölner auch dank ihrer Joker das Spiel binnen drei Minuten im zweiten Durchgang der Verlängerung und stehen nun erneut im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Dort geht es am 31. Mai um 13 Uhr in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim.

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