Emotionaler Abschied trotz Klausel: Rückkaufoption nur Millionen-Poker?

Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Jahmai Simpson-Pusey bleibt beim 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Für den Nachlass bei der Ablöse räumt der 1. FC Köln den Skyblues weiterhin eine Rückkaufklausel ein. Doch Jahmai Simpson-Puseys emotionale Worte klingen wie ein endgültiger Abschied von Manchester City.

Es ist eine emotionale Verabschiedung, die Jahmai Simpson-Pusey Richtung Manchester City schickt: Via Instagram zeigt sich die Verpflichtung des 1. FC Köln als kleines Kind im Trikot des englischen Vorjahresmeisters, dazu schreibt er ein paar persönliche Zeilen.

„Ich kam als Kind mit einem Traum in die Stadt. Es war ein unglaubliches Kapitel meines Lebens, und ich bin dankbar für alle, die ein Teil davon waren. Danke an die Trainer, das gesamte Personal im Club, meine Teamkollegen und die Fans, dass sie es zu dem gemacht haben, was es geworden ist. Als Mann verlasse ich die Stadt mit so vielen Lektionen, die ich für immer mitnehmen werde“, so der Verteidiger, der für rund fünf Millionen Euro fest nach Köln wechselt.


Doch ein paar Finger hat sein Ex-Club immer noch im Spiel, wenn es um die Zukunft des spielstarken Rechtsfußes geht, der im Winter zunächst per Leihe ans Geißbockheim kam und gleich zur festen Größe wurde. Denn: Die Skyblues sicherten sich wie schon beim Deal im Januar – der FC ließ die ursprüngliche Kaufoption verstreichen – eine Rückkaufoption für Simpson-Pusey.

„Die Verhandlungen haben am Ende Thomas Kessler und Tim Steidten geführt und ein gutes Ergebnis erzielt. Für Manchester sind Transfers dieser Größenordnung nicht oberste Priorität, trotzdem schauen sie auch da natürlich genau hin“, sagt Finanzchef Philipp Türoff.

Warum City einem Nachlass zustimmte

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Simpson-Pusey in Köln zu einem Kandidaten für den City-Kader entwickelt, mag angesichts der immensen Qualität im Kader der Engländer überschaubar sein – so kommen auch die emotionalen Abschiedsworte trotz Rückkaufklausel nicht überraschend. Aber Manchester sichert sich so die Möglichkeit, an einer zukünftigen Wertsteigerung partizipieren zu können. Das ist der Preis, den Clubs wie der 1. FC Köln für den Nachlass bei der Ablöse zahlen müssen.

Dafür aber hat der FC für den laufenden Transfersommer seinen Handlungsspielraum ausgeweitet. Dem Vernehmen nach verhandelt man mit einem hochkarätigen Linksfuß für die Innenverteidigung. Der soll auch die nötige Kopfballstärke mitbringen, die den übrigen FC-Verteidigern bisher abgeht.

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