„Komplett legitim“: Dieser Abgang ist für den FC „eine riesige Wertschätzung“

Jason Ponente Ramirez hat sich nach einem starken U19-Jahr dem KSC angeschlossen. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Jason Ponente Ramirez hat sich nach einem starken U19-Jahr dem KSC angeschlossen. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Mit Jason Ponente Ramirez hat der 1. FC Köln einen Leistungsträger des Vizemeister-Jahrgangs verloren. Der 19-Jährige wechselt zum Zweitligisten Karlsruher SC und erhofft sich dort den Sprung in den Profifußball. Stefan Ruthenbeck sieht in dem Transfer „eine riesige Wertschätzung“.

Für den 1. FC Köln bedeutet der Abgang von Jason Ponente Ramirez einerseits den Verlust eines vielversprechenden Talents – man hätte mit dem Top-Scorer der vergangenen U19-Saison gerne verlängert. Andererseits sieht man in Ponente Ramirez‘ Wechsel zum KSC auch die Bestätigung der eigenen Nachwuchsarbeit.

„Das ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit“, ordnet Stefan Ruthenbeck den Abgang des Offensivspielers im Gespräch mit dem GEISSBLOG ein. Der U19-Coach kann die Beweggründe des 19-Jährigen nachvollziehen und verweist auf die unterschiedlichen Voraussetzungen bei beiden Clubs.

Erster Profivertrag für Ponente Ramirez

Der Karlsruher SC machte die Verpflichtung des Offensivspielers einen Tag nach dem verlorenen Endspiel der U19 um die Deutsche Meisterschaft gegen die TSG Hoffenheim (0:2) offiziell. Der Zweitligist stellte Ponente Ramirez als vierten Neuzugang für die Saison 2026/27 vor und stattete den Außenbahnspieler mit seinem ersten Profivertrag aus. Die Badener hatten den Youngster nach eigenen Angaben bereits seit längerer Zeit beobachtet.

Ponente Ramirez war 2022 von Viktoria Köln in die U17 der Geißböcke gewechselt und entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum Leistungsträger. In der abgelaufenen Saison stand der Offensivspieler mit der U19 im Finale um die Deutsche Meisterschaft und konnte Erfahrungen in der UEFA Youth League sammeln. Nun wagt er den Schritt in den Profibereich.

Er sieht für sich die Möglichkeit, dass der Sprung in Karlsruhe eher zu schaffen ist, als beim 1. FC Köln.

Stefan Ruthenbeck

„Schlussendlich hat er sich entschieden, bei einem Zweitligisten unterzukommen“, so Ruthenbeck, der Verständnis zeigt. Während beim FC viele Talente den Weg über die U21 in der Regionalliga West gehen, will Ponente Ramirez beim KSC direkt Zweitliga-Erfahrung sammeln. „Der 1. FC Köln spielt in der Bundesliga, und dafür braucht man nicht besonders intelligent sein: Er sieht für sich die Möglichkeit, dass der Sprung in Karlsruhe eher zu schaffen ist, als beim 1. FC Köln.“

KSC statt 1. FC Köln: Wechsel „komplett legitim“

Die Entscheidung des 19-Jährigen sei daher „komplett legitim“. Am Geißbockheim freut man sich über den nächsten Nachwuchsspieler, der den Übergang in den Profifußball schaffen könnte. „Wir wünschen ihm alle viel Glück. Das ist einfach auch eine riesige Wertschätzung für unsere Arbeit“, stellt Ruthenbeck klar.

Auch wenn der Wechsel einmal mehr das Spannungsfeld erfolgreicher Nachwuchsarbeit verdeutlicht: Einerseits verliert der FC einen Leistungsträger, andererseits unterstreicht der Transfer die Qualität der Nachwuchsarbeit am Geißbockheim.

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