Verkaufsdruck steigt: FC-Transfer als Hinweis auf teuren Abgang?

FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. (Foto: Bucco)
FC-Geschäftsführer Thomas Kessler. (Foto: Bucco)

Eine für den 1. FC Köln beträchtliche Summe ist bereits geflossen, doch im neuen Kader bleiben zahlreiche offene Stellen. Der Verkaufsdruck steigt – und so wirkt der Millionen-Transfer von Luka Lochoshvili wie der Vorbote für den Verkauf eines Starspielers.

Knapp 20 Millionen Euro hat der 1. FC Köln in diesem Sommer bereits ausgegeben. Rund 15 Millionen Euro waren notwendig, um die zuvor ausgeliehenen Jakub Kaminski, Tom Krauß und Jahmai Simpson-Pusey fest zu verpflichten. Der Ex-Nürnberger Luka Lochoshvili ist das erste neue Gesicht. Und ein Hinweis auf den nahenden Verkauf eines Top-Stars?

Das ursprüngliche Transfer-Budget – geschätzte 20 bis 25 Millionen Euro – ist nach der Verpflichtung des georgischen Nationalspielers zu einem Großteil aufgebraucht. Allerdings ist mit der Innenverteidigung erst eine von zahlreichen Kaderbaustellen geschlossen.

Auf diesen Positionen herrscht mehrfach Bedarf

Auf der Linksverteidiger-Position, wo der ablösefreie Gideon Mensah als potenzieller Zugang gehandelt wird, steht der FC nach dem Abgang von Kristoffer Lund völlig blank da. Der ghanaische WM-Teilnehmer gilt als defensivstark – ein offensiv orientierter Linksverteidiger dürfte noch folgen.

Akuter Handlungsbedarf herrscht darüber hinaus im Mittelfeldzentrum, wo sich Eric Martel (Mainz), Denis Huseinbasic (Braga) und Florian Kainz (Karriereende) verabschiedet haben, zudem die Kaufoption für Felipe Chavez nicht aktiviert wurde. Ein spielstarker Sechser/Achter wird benötigt, doch auch auf dieser Position reicht ein Zugang nicht aus.

In der Offensive wiederum fehlt es an einer Alternative zu Mittelstürmer Ragnar Ache, womöglich auch an einem torgefährlichen Rechtsaußen. Und natürlich müsste der FC bei Abgängen von Said El Mala und Jakub Kaminski zusätzlich reagieren.

Naht Kaminskis Abschied?

Dass die Geißböcke trotz dieser langen Einkaufsliste noch einmal eine mittlere siebenstellige Summe in die Innenverteidigung investiert haben, wo man mit Jahmai Simpson-Pusey, Rav van den Berg, Joel Schmied sowie Leihrückkehrer Julian Pauli zumindest auf dem Papier besser aufgestellt ist als beispielsweise im Mittelfeldzentrum oder auf der Linksverteidiger-Position, legt den Verdacht nahe, dass der Verkauf eines Stars naht.

Kaminskis Ausstiegsklausel – rund 20 Millionen Euro – kann bis Mitte Juli aktiviert werden. Und dem Vernehmen nach geht man am Geißbockheim davon aus, dass dies auch geschehen wird. Brighton & Hove Albion galt zuletzt als größter Interessent. Die Ablöse soll eins zu eins in den Kader gesteckt werden.

Gut möglich, dass der FC den nicht billigen Lochoshvili-Deal jetzt durchgezogen hat, weil sich bereits abzeichnet, dass in ein paar Tagen frisches Transferbudget nachkommt. So müssen sich Sportchef Thomas Kessler und Kaderplaner Tim Steidten bei den zahlreichen weiteren offenen Stellen nicht auf Leihspieler und ablösefreie Profis beschränken.

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