Der 1. FC Köln hat noch einen ereignisreichen Transfersommer vor sich. Sportchef Thomas Kessler wird wohl noch mehr als ein halbes Dutzend Spieler verpflichten. Doch intern ist man zuversichtlich.
Luka Lochoshvili und Gideon Mensah haben zwei Lücken beim 1. FC Köln geschlossen. Doch die beiden ersten Neuzugänge des Transfersommers werden nur der Anfang sein. Klar ist nach bereits elf Abgängen: Mehr als ein halbes Dutzend neue Spieler fehlen noch im Kader. Sportchef Thomas Kessler ist sich dessen bewusst.
„Zufriedenheit brauche ich heute nicht, ich will nach der Saison zufrieden sein“, sagte der Geschäftsführer Sport am Montag mit Blick auf die bisher getätigten Transfers. „Wir haben im Sommer einen Wechsel vollzogen, und wenn du viele Spieler abgibst, ist es klar, dass wir noch das eine oder andere machen müssen.“ Aber welche Prioritäten setzt Kessler?
1. Zentrales Mittelfeld
Die Mittelfeld-Zentrale ist die wichtigste Position für die kommende Saison. Hier fehlten in den letzten Monaten nicht nur Spielwitz, Vorwärtsdenken und Torgefahr. Hier gab der FC auch die meisten Spieler ab. Bis auf Tom Krauß und Isak Johannesson ist niemand mehr übrig. Ellyes Skhiri soll kommen, ebenso Paul Okon-Engstler. Aber noch ein weiterer Box-to-Box-Spieler soll kommen, der deutlich mehr Vorwärtsdrang hat.
2. Offensive Außen
Selbst mit Said El Mala im Kader hat der FC eine zweite große Baustelle: die offensiven Flügel. El Mala und Jakub Kaminski brillierten in der letzten Saison. Dahinter herrschte gähnende Leere. Bülter, Thielmann, Maina, Waldschmidt – allen fehlten Konstanz und dauerhafte Torgefahr. Nach Kaminskis Abgang ist klar: Der FC braucht hier neue Qualität, und zwar auf beiden Seiten. Tempo, Abschluss, Dribblings, das Auge für die Mitspieler – Kessler muss links wie rechts nachlegen und den FC torgefährlicher machen.
3. Mittelstürmer
Das gilt auch für die Position der Neun. Ragnar Ache konnte mit sechs Toren in der Rückrunde zeigen, wozu er im Stande ist. Seine Verletzung warf ihn am Ende aber aus der Bahn. Der FC benötigt einen zweiten Mittelstürmer von Format und mit Torquote. Die Geißböcke dürfen sich nicht darauf verlassen, dass Ache 34 Spiele machen kann und Bülter als Back-up regelmäßig trifft.
4. Linksverteidiger
Nach der Mensah-Verpflichtung ist hinten links die Not nicht mehr riesengroß, der FC benötigt dennoch einen weiteren Linksverteidiger. Weil der WM-Star aus Ghana eher defensiv orientiert ist, soll es ein offensiverer Schienenspieler werden, der auch kreative Elemente einbringen kann – siehe Alessio Castro-Montes, der rechts eingeplant ist.
Was sagt Kessler?
Sieben Spieler müssen demzufolge noch kommen, weitere Abgänge nicht eingerechnet. Gut möglich, dass sich Spieler wie Maina, Thielmann und Waldschmidt doch noch mal umorientieren, sollten sie in der Vorbereitung merken, dass ihnen die Felle davon schwimmen. Kessler ist sich bewusst, dass es noch viele offene Fragen gibt. „In der Innenverteidigung haben wir etwas gemacht, da sind wir jetzt zu. Auf der Linksverteidiger-Position haben wir Gideon Mensah geholt. Wir werden sicher im zentralen Mittelfeld etwas machen und schauen, dass wir in der Offensive noch Spieler hinzubekommen. Lasst Euch überraschen!“







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