Heskey beim Test auf der Tribüne: „Europaweit eines der größten Talente“

Reigan Heskey (li.) neben Lukas Berg, Tim Steidten und Thomas Kessler. (Foto: Bucco)
Reigan Heskey (li.) neben Lukas Berg, Tim Steidten und Thomas Kessler. (Foto: Bucco)

Reigan Heskey hat am Samstag den 5:0-Testsieg des 1. FC Köln gegen Rheinsüd Köln auf der Tribüne im Südstadion verfolgt. Anschließend lobte Trainer René Wagner den Neuzugang in den höchsten Tönen.

Aus dem Südstadion berichtet Marc L. Merten

Als die Halbzeitpause im Südstadion anbrach, kam Reigan Heskey nicht vom Fleck. Der Neuzugang des 1. FC Köln hatte die Partie bis dato neben Thomas Kessler, Tim Steidten und Lukas Berg verfolgt. Nun entdeckten ihn zahlreiche FC-Fans, und so schrieb Heskey die gesamte Pause über fleißig Autogramme, posierte für Selfies und wurde so von den Kölner Anhängern herzlich in der Domstadt willkommen geheißen.

Wenn Heskey sportlich nur annähernd hält, was seine Vita und die Worte der FC-Verantwortlichen versprechen, dann dürften noch sehr viele Autogramme hinzukommen. Cheftrainer René Wagner schwärmte jedenfalls nach dem Testspiel bereits vom Neuzugang. „Auf seiner Position, glaube ich, ist er europaweit eines der größten Talente. Es macht uns alle stolz, dass er sich für uns entschieden hat.“

„Brutales Tempo, brutales Eins-gegen-Eins, super Abschluss“

Große Worte für den 18-Jährigen, der für zwei Millionen Euro von Manchester City nach Köln kam und in der kommenden Woche ins Mannschaftstraining einsteigen wird. Nur noch die Arbeitsgenehmigung fehlt, die es braucht, damit Heskey auch trainieren darf. Diese muss er sich als Nicht-EU-Bürger über die Botschaft organisieren. Ein Prozess, der laut FC mit etwas Glück am Montag abgeschlossen sein wird.

Dann kann Heskey zeigen, was in ihm steckt. Wagner jedenfalls verspricht sich Großes. „Er hat ein brutales Tempo, ein brutales Eins-gegen-Eins, einen super Abschluss. Ein Spieler, der im letzten Drittel den Unterschied machen kann“, sagte Wagner. Der FC-Coach weiß: Die Geißböcke brauchen in der nächsten Saison noch mehr Torgefahr, noch mehr Qualität im Abschluss. Genau diese soll der pfeilschnelle Angreifer bringen.

Wagner will Heskey schnell an die Bundesliga heranführen

Der Linksaußen wird somit zu einer Alternative von Said El Mala und übernimmt den Kaderplatz, den in der letzten Saison Jakub Kaminski inne hatte. Zwar dürfte sich noch so manches im FC-Kader verschieben, doch Heskey soll schnell an den FC und den Bundesliga-Fußball herangeführt werden, um möglichst wenig Eingewöhnungszeit zu benötigen.

„Er ist ein cooler Typ, noch ein bisschen ruhig, aber das kriegt die Mannschaft schon hin“, zeigte sich Wagner am Samstag optimistisch. Said El Mala könnte als gutes Beispiel dienen. In der vergangenen Saison kam der Youngster aus der 3. Liga, wurde zunächst als Joker gebracht und konnte sich auf diese Weise schnell in der Bundesliga etablieren. So ähnlich dürfte der FC auch mit Heskey verfahren – in der Hoffnung, dass sein Weg ähnlich erfolgreich wird wie jener von El Mala.

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