„Wenn er wettbewerbsfähig ist…“ Das ist das Problem bei Malek El Mala

Malek El Mala nach dem U21-Sieg gegen Wiedenbrück am Samstag. (Foto: GEISSBLOG)
Malek El Mala nach dem U21-Sieg gegen Wiedenbrück am Samstag. (Foto: GEISSBLOG)

Malek El Mala hat am Samstag mit der U21 des 1. FC Köln einen wichtigen Sieg zum Saisonauftakt gefeiert. Doch der Stürmer war hinterher unzufrieden. Das liegt auch an seinem größten Problem, das sich erst langsam wird beheben lassen.

Es lief die 33. Minute, als Malek El Mala seine große Chance bekam. Ein Pass aus dem Mittelfeld brachte Safyan Touré links in Position. Der Flügelspieler des 1. FC Köln passte im Strafraum quer und spielte so El Mala frei, der vor Wiedenbrücks Torhüter Hölscher stand und nur noch einschieben musste. Doch der Bruder von Said El Mala legte die Kugel neben das Tor.

Hinterher sah man Malek zwar mit seinen Teamkollegen feiern. Doch der 21-Jährige wirkte genervt. „Er war hochunzufrieden“, verriet Trainer Manuel Hartmann hinterher dem GEISSBLOG, „weil er seine Chance nicht genutzt hat, weil er mit seinem Spiel nicht zufrieden war. Aber wann hat er das letzte Mal überhaupt 45 Minuten oder länger auf dem Platz gestanden? Da muss man solche Jungs auch ein bisschen vor sich selbst schützen und ihnen Zeit geben.“

So plant der FC mit Malek El Mala

Das Spiel war sinnbildlich für die aktuelle Situation des älteren El-Mala-Bruders beim FC. Die Geißböcke trauen dem Stürmer viel zu, doch dafür muss er erst einmal fit werden. Das hatte schon Sportchef Thomas Kessler im Trainingslager der Profis in Kitzbühel erklärt. „Malek muss jetzt mal über einen längeren Zeitraum gesund bleiben. Er hat nach zwei verletzungsanfälligen Jahren Nachholbedarf“, hatte der 40-Jährige erklärt.

El Mala wird für sein „unglaublich gutes Näschen für Räume um den Strafraum und für Tore“ (Kessler) beim FC geschätzt. „Aber das große Thema bei ihm ist die Verfügbarkeit“, sagte Kessler. „Er muss seinen Körper auf das Niveau bringen, um maximal belastbar zu sein. Deswegen ist das Wichtigste für ihn Spielzeit. Das Trainingslager wäre nicht der richtige Schritt für ihn gewesen, sondern die Spielzeit in der U21.“

Malek bleibt bei der U21

Diese bekam El Mala am Samstag und stand immerhin 68 Minuten auf dem Rasen. Das erste Mal überhaupt seit dem 2. November 2025, als er letztmalig für den FC in einer Startelf gestanden hatte. So lange ist es her, ehe ihn eine schwere Muskelverletzung weit zurückwarf und Malek trotz vollständig absolvierter Vorbereitung noch längst nicht wieder topfit it.

„Wenn er über längere Zeit einen guten Eindruck hinterlässt und wettbewerbsfähig ist, hätte er sicherlich das Potenzial und wir würden uns sicher freuen, irgendwann beide El Malas im FC-Trikot im großen Stadion zu sehen“, sagte Kessler. Doch klar ist auch: Aktuell führt für den älteren El Mala kein Weg an vielen weiteren Einsätzen in der U21 vorbei.

Malek ist kein Leihkandidat

Thomas Kessler

„Die Regionalliga ist genau der richtige Schritt, um kontinuierlich zu arbeiten und sich zu stabilisieren“, sagte Kessler. Und dann machte der Sportchef auch klar: „Er ist kein Leihkandidat.“ Was nicht heißt, dass Malek mit seinem Bruder Said in diesem Sommer noch den Verein verlasen könnte. Doch eine Leihe zu einem anderen Club wird es nicht geben. Egal, welche Transferentscheidung Maleks Bruder treffen wird.

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