Die U21 des 1. FC Köln kann und will im oberen Drittel der Regionalliga West ein Wörtchen mitreden – das hat die Mannschaft von Manuel Hartmann mit dem 2:1-Sieg in Oberhausen untermauert. Eine zentrale Rolle kommt Malek El Mala zu, der wie sein Bruder bis 2031 verlängert hat.
Während Said El Mala erst am Montagabend beim Pokalspiel in Würzburg in die neue Saison startet, hat sein älterer Bruder Malek im familieninternen Duell schon mal vorgelegt. Beim 2:1-Sieg in Oberhausen erzielte der U21-Stürmer des 1. FC Köln sein zweites Saisontor. Treffer Nummer eins war Malek ausgerechnet zwei Wochen zuvor gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund gelungen, mitten im Transferpoker um Said.
Auch hinter dem 21-Jährigen liegt eine turbulente Zeit. „Aufgrund der engen Bindung zu seinem Bruder hat ihn die Situation in den letzten Wochen nicht kaltgelassen“, berichtet Manuel Hartmann. „Trotzdem“, das betont der U21-Trainer im Gespräch mit dem GEISSBLOG, „hat Malek immer ganz klar gezeigt, dass er für den FC spielen möchte.“ In jeder Einheit, in jedem Spiel.
Trainer-Lob für die gesamte Offensivreihe
Auch wenn es für den Angreifer nie ein offizielles Angebot gab (der GEISSBLOG berichtete), war Malek stets Teil der Wechselspekulationen um Said. Schließlich sind die Brüder bislang jeden Karriereschritt gemeinsam gegangen. Und so verwundert es nicht, dass in der vergangenen Woche beide El Malas einen neuen FC-Vertrag bis 2031 unterschrieben haben, wenngleich Maleks Verlängerung bislang nicht offiziell kommuniziert wurde.
Die Kölner Verantwortlichen trauen dem 1,94-Meter-Hünen früher oder später ebenfalls den Sprung in die Bundesliga zu und dürften sich nach dem Start in die Regionalliga-Saison bestätigt sehen. „Seine Leistung in Oberhausen war sehr gut. Malek war sehr engagiert – wie die ganze vordere Reihe“, lobt Trainer Hartmann, verteilt die warmen Worte aber auf mehrere Schultern. Das Tempo seines Offensiv-Quartetts, zu dem neben El Mala auch Luiz Labenz, Maik Akumu und Nilas Yacobi gehörten, stellte die Gastgeber immer wieder vor Probleme.
Wir sind froh, dass die beiden El-Mala-Brüder weiter für 1. FC Köln spielen und Malek für die U21 weiter sein Potenzial ausschöpft.
Manuel Hartmann
Durchaus beachtlich: Beim Sieg gegen die zuvor mit sieben Punkten aus drei Spielen gestarteten Oberhausener standen mit Akumu, Yacobi sowie Gil Neves, Kristiyan Irmiev und David Fürst gleich fünf Talente in der Startelf, die zuletzt noch mit den Profis trainiert hatten. „Einige Spieler sind erst in dieser Woche wieder zu uns gekommen. Sie haben das in Oberhausen bravourös gemacht, als wären sie nie weg gewesen“, so Hartmann, der dem portugiesischen Neuzugang Neves zum Pflichtspiel-Debüt verhalf.
Fürst und Akumu waren es wiederum, die den 1:0-Führungstreffer durch Labenz initiierten. Über Umwege landete der Ball letztlich beim Linksaußen, der den FC nach 24 Minuten auf die Siegerstraße brachte. Es war bereits Labenz‘ dritter Saisontreffer. Fünf Minuten später erhöhte Malek El Mala auf 2:0 – vor den Augen von Said, der im Oberhausener Niederrhein-Stadion auf der Tribüne saß und die Daumen drückte. Nach einem etwas glücklichen Zuspiel von Yacobi stand Malek dort, wo ein Stürmer stehen muss.
El Mala vergibt Elfmeter, Oberhausen gelingt Anschluss
Die große Chance zum Doppelpack ließ er jedoch aus. Kurz vor dem Pausenpfiff antizipierte El Mala einen verunglückten Rückpass der RWO-Defensive und wurde von Torhüter Glaus gelegt. Der Angreifer trat selbst zum Elfmeter an, wollte den Keeper ausgucken, schoss aber zu zentral und zu schwach in dessen Arme.
„Leider haben wir es verpasst, per Elfmeter den Deckel drauf zu machen“, sagt Hartmann, der dennoch eine starke erste Halbzeit seiner Mannschaft sah. „Wir haben unseren Matchplan konsequent umgesetzt, waren gut im hohen Pressing drin und sehr wach. Im eigenen Ballbesitz haben wir immer wieder gute Lösungen gefunden.“ Und das gegen einen ambitionierten Gegner. „Das Spiel wurde von beiden Seiten auf einem hohen Regionalliga-Niveau geführt.“
Die 2:0-Führung zur Pause ließ die Tür für RWO allerdings offen. Und die Mannschaft um die beiden Ex-Kölner Arda Süne und Luca Schlax klopfte tatsächlich noch mal an. Auch aufgrund der hohen Intensität im ersten Durchgang beobachtete Hartmann „ein verändertes Bild“ nach dem Seitenwechsel: „Wir sind nicht mehr in die hohen Anlaufmomente gekommen und haben uns vom Gegner etwas reindrücken lassen.“
Hartmann happy: „Sehr erwachsene Leistung“
Der FC verteidigte zunächst konsequent, verlor bei einem der zahlreichen gegnerischen Standards jedoch seine Organisation. Safyan Toure ließ nach einem Eckball Nils Winter entwischen, der den Ball zum 1:2 ins Tor grätschte (67.). Mehr als der Anschlusstreffer sprang für RWO aber nicht heraus.
„Oberhausen hat alles nach vorne geworfen, hat auf die eigene Kurve gespielt und sehr viel Druck entwickelt. Aber wir haben bis zum Ende sehr gut verteidigt und wirklich eine sehr erwachsene Leistung gezeigt“, freut sich Hartmann über den zweiten Saisonsieg im vierten Spiel. „Am Ende haben wir uns die drei Punkte erkämpft.“
Für Malek El Mala endete der Arbeitstag im Übrigen nach einer Stunde, Hartmann nahm den Gelb-Rot-gefährdeten Torjäger vorsichtshalber vom Platz. Auf turbulente Wochen im Zukunftspoker folgte für den Stürmer also durchaus auch eine turbulente Partie in Oberhausen – ebenfalls mit Happy End. „Wir sind froh, dass die beiden El-Mala-Brüder weiter für den 1. FC Köln spielen und Malek für die U21 weiter sein Potenzial ausschöpft“, sagt Hartmann und betont: „Mit solchen Leistungen wie in Oberhausen geht das klar in die richtige Richtung.“








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